Exklusiv: Katharina Schüttler zu „Die Welt der Wunderlichs“ | Film-Freak

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Exklusiv: Katharina Schüttler zu „Die Welt der Wunderlichs“

Leo
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Von Leo
Veröffentlicht am Donnerstag, 13.10.2016, um 11:13 Uhr

Katharina Schüttler gehört zu den umtriebigsten deutschen Schauspielerinnen. Man kennt Sie aus Filmen wie „Das weisse Rauschen„, als Tosia, der Ehefrau von Marcel Reich- Ranicki im Bio- Pic „Mein Leben“ mit Matthias Schweighöfer, aus „Oh Boy“ von Jan- Ole Gerster, sowie vielen weiteren Kino- und Tv- Produktionen. In Dani Levy´s neuer Komödie „Die Welt der Wunderlichs“ spielt Sie an der Seite von Hannelore Elsner, Christiane Paul und Peter Simonischek die Hauptrolle der Mimi Wunderlich. Wir Haben uns mit Katharina Schüttler zum Gespräch getroffen und über den Film und die damit verbundenen Herausforderungen gesprochen.

Das Interview ist sinngemäß verfasst und entspricht nicht dem exaten Wortlaut

Film-Freak: Du spielst die Hauptrolle in „Die Welt der Wunderlichs„. Wie würdest Du die Rolle der Mimi den selbst beschreiben?

Katharina Schütler: Ich würde sagen Mimi ist ein Mensch die ganz viel Kraft hat, gleichzeitig aber auch sehr verletzlich ist.  Die eigentlich die größte Leidenschaft und Sehnsucht in ihrem Leben nicht auslebt und zwar schon so lange nicht lebt das Sie vergessen hat das es eigentlich das größte und wichtigste in ihrem Leben ist, nämlich die Musik. Sie ist ständig damit beschäftigt die Probleme anderer zu lösen weil Sie denkt Sie müßte das tun, aber im Laufe der Geschichte erkennt das es vorallem ihre Aufgabe ist selbst glücklich zu werden.

Film-Freak: Was war für dich als Schauspielerin die größte Herausforderung an der Rolle?

Katharina Schüttler: Ich glaube es waren wirklich zwei  Sachen. Natürlich war es sehr herausfordernd für mich das mit der Musik hinzubekommen. In der oftmals kurzen Zeit.  Lieder kommen oft ganz knapp oder Dinge werden geändert. Plötzlich hat man ein ganz neues picking auf der Gitarre oder komplett neue Akorde aber kaum noch Zeit das zu lernen. Die andere Herausforderung war glaube ich diese ganzen Dreh- Arbeiten zu überstehen.  Mimi zu spielen hieß auch ein bisschen in Mimis Leben einzutauchen. Bereit zu sein sechs Wochen lang jemand zu sein der von einer Katastrphe in die nächste geht und der okay ich bin jetzt am Limit und weiter kann ich nicht aber ich regle das noch und in der nächsten Szene kommt es noch schlimmer. So ging es einfach immer weiter und es war ein unglaublich hohes Energie- Level.

Film-Freak:  Der Regisseur Dany Levy sagt über Ewi Rodriguez der deinen Film- Sohn Felix spielt das dieser am Set hätte 25 Tage lang Kind sein dürfen und damit die Schauspieler jeden Tag vor Herausforderungen gestellt hat. Wie darf man sich denn diese Herausforderungen vorstellen?

Katharina Schüttler: Es ist natürlich so das wenn ein Kind am Set ist Dinge pasieren die man nicht erwartet oder eben Dinge nicht pasieren die man erwartet oder erhofft oder eben braucht. Das man ganz andere Probleme oder Herausfordeungen hat die weit über „kann ich meinen Text“ oder “ wie will ich das jetzt spielen“ hinausgehen. Es wurde im Laufe des Films zu einer Art Taktik das ich dann einfach Dinge wiederholt habe. Also das wir gar nicht einen Take nach dem anderen gemacht haben mit unterbrechungen. Ich habe angefangen und anstatt zu unterbrechen bin ich irgendwo wo es gepasst hat wieder reingesprungen um so nicht ständig von vorne zu beginnen und auf diese Art zu gucken ob man viellecht das so bekommt was man für die Szene und den Film braucht.  Das ist natürlich etwas ganz anderes als wenn man mit einem Schauspielkollegen spielt der ganz anders damit umgeht.

Film-Freak: Dazu kommt auch das Depressionen und Bi-Polare Störungen sowie ADHS und Probleme von Allein- Erziehenden nicht unbedingt den gewöhnlichen Komödien- Stoff darstellen. Wie nähert man sich diesen Themen an ohne sie ins lächerliche zu ziehen?

Katharina Schüttler: Das war in erster Linie natürlich die Aufgabe meiner Kollegen die jemanden darstellen der Bi- Polar ist oder Manisch- Depressiv. Ich finde das wurde wunderbar gemeistert und ich denke nicht das jemand vorgeführt wurde.  Es war allerdings nicht direkt meine Aufgabe in diesem Film darauf zu achten.

Film-Freak: Du hast gerade davon gesprochen das du in den Szenen „wieder eingestiehen bist“ beziehungsweise das ihr am Set eine eigene Dreh- Philosophie entwickelt habt. Wenn man sich deine Vita ansiehst dann stellt man fest du hast bereits sehr viel Kino und Tv- Produktionen gamacht aber eben auch sehr viel Theater gespielt. würdest du sagen die Theater- Erfahrung hilft dir beim Filme machen oder ist das etwas das du da bewußt ausklammerst?

Katharina Schüttler: Die Theater- Erfahrung spielt bestimmt mit rein. Vielleicht aber auch, weil ich das ja so lange schon mache und das Drehen an sich ein so natürlicher Prozess ist das es dabei keine Hemungen gibt und ich denke ich habe ein Gespür dafür entwickelt was ich mir erlauben kann oder nicht und welchen Raum man sich nehmen darf und das es eben möglich ist zu sagen „okay ich springe wieder an den Anfang“

Film-Freak: Wenn man so viele Sachen schon gemacht hat wie Du. Gibt es eine Rolle von der du selbst sagst das du diese gerne spielen würdest.

Katharina Schüttler: Das Aufregende ist ja beim Film, im gegensatz zum Theater wo es ja bestehende Rollen gibt die man auch immer wieder mal spielen kann. Das man das nicht weis, oder sich nicht wünschen kann. weil es die ja nicht gibt oder diese erst noch erfunden werden. Ich freue mich einfach über jedes Drehbuch das ich bekomme bei dem ich denke „wow- das würde ich gerne spielen“

Film-Freak: Was bringt die Zukunft? Gibt es Projekte über die Du schon sprechen kannst?

Katharina Schüttler: Es gibt dieses Jahr noch eine sehr schöne Fernseh- Produktion. Die kommt im Winter, wird in der ARD laufen und heisst „Seit Du da bist“. Mit dem Regisseur Michael Hofman hab ich vor vielen Jahren auch schon den Kino- Film „Sophiiiie!“ gedreht. Alles andere ist noch nicht ganz spruchreif.

Film-Freak: Danke für das Gespräch und viel Erfolg mit dem neuen Film

Wirst Du dir „Die Welt der Wunderlichs“ ansehen?

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