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Netflix stellt „House of Cards“ ein

Leo
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Von Leo
Veröffentlicht am Dienstag, 31.10.2017, um 01:02 Uhr
"House Of Cards - Staffel 2" (Szenenbild #1) - © 2014 Netflix

Die Netflix-Erfolgsserie „House of Cards“ wird nach der kommenden 6. Staffel eingestellt. Das gab der Streaming-Anbieter bekannt. Pikant ist dabei der Zeitpunkt des Statements. Auch wenn das Serien-Ende schon länger beschlossen sein soll, ist die Nähe zu Missbrauchsvorwürfen gegenüber Hauptdarsteller Kevin Spacey nicht zu übersehen.

„House of Cards“, der Serien-Hit aus dem Hause Netflix, hat es bisher auf fünf äußerst erfolgreiche Staffeln gebracht und dabei Maßstäbe und neue Standards gesetzt. Sowohl Darsteller als auch Produktions-Mitwirkende waren zum Start der Serie 2013 außergewöhnlich. Allen voran Oscar-Preisträger Kevin Spacey und Robin Wright, die es als korruptes amerikanisches Politiker-Ehepaar  bis ins Weiße Haus schaffen. Netflix produzierte die Serie als Prestige-Projekt mit großem Aufwand und einem Cast der es mit großen Kinoproduktionen aufnehmen könnte. Neben Spacey und Wright sind unter anderem Michael Kelly, Corey Stoll, „Moonlight„-Star Mahershala Ali und Neve Campbell Teil des Ensembles. Neben „Fight Club„-Macher David Fincher, der als Regisseur der ersten beiden Folgen und auch als Produzent für den Look der Serie verantwortlich zeichnete, inszenierten etwa  Joel Schumacher, Jodie Foster oder Hauptdarstellerin Robin Wright und der Showrunner der Staffeln 1-4, Beau Willimon, ist ein ehemaliger Wahlkampf-Berater Hillary Clintons.

Nach der für 2018 geplanten sechsten Staffel soll nun allerdings Schluss sein mit  „House of Cards“. Dieses Ende fällt auffällig mit Gerüchten rund um Kevin Spacey zusammen, die dem Darsteller am vergangenen Wochenende gehörig zusetzten. Am Sonntag hatte „Star Trek: Discovery“-Darsteller Anthony Rapp Kevin Spacey öffentlich der sexuellen Belästigung beschuldigt. Der Vorfall bei dem ein offensichtlich betrunkener Spacey versucht hatte sich dem damals 14 jährigen Rapp zu nähern und ihn zu bedrängen, sei zwar mehr als 30 Jahre her, im Zuge des Weinstein-Skandals und der dadurch losgetretenen „#metoo“-Aktion habe er allerdings jetzt den Mut gefasst, damit an die Öffentlichkeit zu gehen. Als Reaktion auf die Vorwürfe bat Spacey auf Twitter um Entschuldigung für den Vorfall an welchen er sich nach eigener Aussage allerdings nicht erinnern könne und nutzte sein Statement auch gleich noch dazu sich als Homosexuell zu outen. Letzteres wurde schnell als Ablenkungsmanöver kritisiert.

Nur etwa einen knappen Tag danach gaben Netflix und Media Rights Capital in einem gemeinsam veröffentlichten Statement bekannt, dass man „tief besorgt sei über die Nachrichten bezüglich Kevin Spacey“. Man hätte „Vertreter der Firmen an das Set der aktuell in Produktion befindlichen sechsten Staffel geschickt um sicherzustellen, das Cast und Crew sich weiterhin sicher und unterstützt fühlen. Kevin Spacey sei derzeit, wie schon länger geplant, nicht auf dem Set anwesend“. Das Netflix Vorzeige-Projekt soll nun nach der sechsten Staffel eingestellt werden. Diese Entscheidung ist laut Aussage des Streaming-Dienstes schon länger beschlossen.

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