„And the Oscar goes to…“ – Die Nominierungen 2017 | Film-Freak

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„And the Oscar goes to…“ – Die Nominierungen 2017

Leo
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Von Leo
Veröffentlicht am Mittwoch, 25.01.2017, um 16:17 Uhr
88. Oscar-Verleihung - © 2016 Academy of Motion Picture Arts and Sciences

Der wichtigste Filmpreis ist und bleibt der “ Academy Award of Motion Picture and Science“. Die Verleihung der „Oscars“ wird jedes Jahr aufs Neue mit großer Spannung erwartet. Ebenso allerdings die Bekanntgabe der Nominierten. Die Kandidaten die 2017 ins Rennen um die begehrten Auszeichnungen gehen dürfen wurden nun in Hollywood verkündet. 

Wie soll es anders sein? Damien Chazelles „La La Land“, bereits bei den „Golden Globes“ mit Sieben Preisen der große Abräumen, geht auch bei den „Oscars“ als großer Favorit ins Rennen. Ganze Vierzehn Mal wurde das Musical für die höchste Film- Auszeichnung nominiert. Das gab es bisher nur für die Filme „Alles über Eva“ im Jahr 1950 und für das Liebes- Epos „Titanic“ 1997. Es zeigt sich erneut das Filme über die Film- Branche selbst immer ein guter Anwärter auf Film- Preise sind. „The Artist“ oder auch „Birdman“ haben dies in jüngster Vergangenheit vorgemacht. Damien Chazelle´s Film konnte Nominierungen in den wichtigsten Kategorien für sich verbuchen und geht unter anderem ins Rennen um „Bester Film“, „Beste Regie“, „Bester Schnitt“, „Bestes Drehbuch“ und wie es sich für einen Musik- Film gehört natürlich auch „Bester Soundtrack“ sowie „Bester Song“. Auch die beiden Hauptdarsteller Emma Stone und Ryan Gosling wurden für ihre jeweiligen Rollen mit Nominierungen in den Darsteller- Kategorien bedacht. Gerade Emma Stone wird es im Wettbewerb um die „Beste weibliche Hauptrolle“ bei den „Oscars“ allerdings etwas schwerer haben als bei den „Golden Globes“. Anders als beim „kleinen Bruder“ unter den Filmpreisen sind bei den Academy Awards die Darsteller- Preise nämlich nicht nach Genres getrennt. Emma Stone muss sich nun also mit Isabelle Hupert für ihre Rolle in „Elle“, Ruth Negga für „Loving“, Nathalie Portman für „Jackie“ und der seit neuestem „überschätzten“ Meryl Streep, nominiert für die Performance in „Florence Foster Jenkins“, messen. „Überschätzt“ oder nicht Meryl Streep ist bereits zum 20. Mal für eine Auszeichnung nominiert. Rekord. Gewinnen konnte Sie die begehrte Trophäe bereits 3. Mal. Gewinnt Sie auch dieses Mal so würde sie mit Katharine Hepburn gleichziehen. Letztere war zwölfmal Anwärterin, hat ihre vier Oscars allerdings alle in der Kategorie „Beste weibliche Hauptdarstellerin“ bekommen. Unter allen Darstellern sind es aber Isabelle Hupert und Nathalie Portman die sich hier die größeren Chancen ausrechnen dürfen den Preis am Ende mit nach Hause zu nehmen.

Das gleiche Schicksal wie Emma Stone könnte auch ihr männliches „La La Land“- Pendant Ryan Gosling erfahren. Bei den „Golden Globes“ noch mit dem Preis „Bester Hauptdarsteller Musical“ ausgezeichnet muss dieser sich bei den Oscars nun vor allem gegen Casey Affleck durchsetzen. Der war bei den Globes in der „Drama“- Kategorie angesiedelt und gewann diese auch für seine Rolle in „Manchester by the Sea“. Da Dramen oder zumindest die Rollen in solchen bei der Jury gewohnt gut ankommen darf der Kleine Bruder von Ben Affleck sich berechtigte Hoffnung auf den Gewinn  machen. Weiters gehen Andrew Garfield für „Hacksaw Ridge“, Viggo Mortensen für „Captain Fantastic“ und Denzel Washington für „Fences“ ins Rennen um den besten Darsteller. #oscarsowhite kann man in diesem Jahr also nicht mehr wirklich sagen.

Interessant wird auch der Regie- Preis. Kenneth Lonergan mit „Manchester by the Sea“ scheint hier die Nase noch leicht vorne zu haben. Ob Damien Chazelle sich mit „La La Land“ am Ende durchsetzen kann wird sich zeigen. Denn mit „Moonlight“ von Barry Jenkins gibt es gleich noch einen weiteren chancenreichen Kandidaten dem man bei den „Golden Globes“ noch ausweichen konnte.  Mel Gibsons Regie- Arbeit für „Hacksaw Ridge“ und Denis Villeneuve mit seinem Projekt „Arrival“ komplettieren die Liste der Anwärter. Letzterem werden aber höchstens Aussenseiter-Chancen eingeräumt. Die Seine- Fiction Produktion gilt aber als sicherer Anwärter auf eine Auszeichnung in den Technik- Kategorien.

Ein Favoriten- Tod wie einst bei Steven Spielbergs, mittlerweile legendärem, Oscar- Drop- Out mit dem Elf- Mal nominierten und ohne Eine einzige Auszeichnung nach Hause geschicktem Film „Die Farbe Lila“ steht bei „La La Land“ allerdings auch nicht zu erwarten. Die Kategorie „Bester Soundtrack“ wird, da lege ich mich fest, mitgenommen. Ebenso die Auszeichnung für den „Besten Song“. „La La Land“ ist hier gleich zweimal nominiert.

In der Kategorie „Bester nicht- englischsprachiger Film“ darf sich die deutsche Produktion „Toni Erdmann“ berechtigte Hoffnung auf den Sieg machen. Bei Maren Ades Film handelt es sich um die erste offizielle deutsche Nominierung seit „Das weisse Band“ 2010. Michael Handkes Film „Liebe“ der 2012 als bester fremdsprachiger Film ausgezeichnet wurde ging als österreichischer Kandidat ins Rennen. Genau so wie „Die Fälscher“ von Stefan Ruzowitzki, Gewinner 2008. Wir sind gespannt ob Maren Ade ihren Kollegen Florian Henkel von Donnersmarck als letzten deutschen Sieg- Regisseur ablösen kann. Die Auszeichnung für „Das Leben der anderen“ ist auch schon wieder Zehn Jahre her.

Wer die jeweiligen Preise übernehmen darf zeigt sich am 26. Februar 2017. Dann werden in Hollywood, moderiert von Jimmy Kimmel, die diesjährigen Academy Awards vergeben. Bis dahin werden wir euch mit ausführlichen Portraits zu den jeweiligen Anwärtern die Zeit des Wartens verkürzen. Die Film- Freak Kritik zum großen Favoriten „La La Land“ von Nikolas kannst Du hier lesen.  Das Oscar- Rennen ist hiermit eröffnet.

Wer ist Dein Oscar- Favorit 2017?

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