„Passenger“ – Morten Tyldums Sci-Fi-Romanze gefährdet | Film-Freak

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„Passenger“ – Morten Tyldums Sci-Fi-Romanze gefährdet

Leo
Von Leo
Veröffentlicht am Freitag, 08.05.2015, um 20:00 Uhr
"Die Tribute von Panem - Mockingjay Teil 1" (Szenenbild) - © 2014 Color Force

Viele Vorschusslorbeeren gab es, als angekündigt wurde, dass Sony Pictures gemeinsam mit dem „The Imitation Game“ – Regisseur Morten Tyldums an einer Verfilmung von „Passenger“ arbeitet.

Schnell wurden Vergleiche mit „Gravity“ gezogen und wegen der Insidern zufolge extrem anspruchsvollen Geschichte rund um 2 Menschen, die im Weltall aus einem künstlichen Tiefschlaf erwachen, ein ähnlicher Publikums- Hit erwartet. Offenbar steht das Projekt jedoch unter keinem guten Stern.

Der neue Sony-Chef Tom Rothman und seine Produktionsfirma haben eigentlich alles für einen großen Erfolg in die Wege geleitet. Neal H. Moritz zeichnet sich als Produzent auch für die „Fast and Furious“- Reihe verantwortlich und mit Chris Pratt und Jennifer Lawrence holte man sich Hollywoods derzeit große Publikumslieblinge in den Cast. Ausgerechnet letztere bringt das Vorhaben nun ins Wanken.

Laut „The Hollywood Reporter“ ist die Oscar-Preisträgerin immer noch verstimmt über ihre Gage im Film „American Hustle“, bei diesem hatte Lawrence nämlich weniger verdient als ihre männlichen Kollegen, weswegen sie davon überzeugt ist, dass Sony Pictures ihr „etwas schulde“ und nicht von der mit Rothmans Vorgängerin Amy Pascal vereinbarten Gage von 20 Millionen Dollar abweichen will.

Berichten zufolge wurde versucht die Gage der Schauspielerin nach unten zu korrigieren, da sich auch die Vorab-Gage von Chris Pratt erhöhen würde, wenn „Jurrasic Park 5“ eine festgelegte Summe einspielt und sich sein Marktwert so noch steigert. Dies hätte, so das Branchenblatt Variety weiter, schon vor Drehbeginn Kosten von mehr als 40 Millionen US-Dollar zur Folge, denn es werden für „Passenger“auch noch diverse Lizenzgebühren fällig. Lawrence ließ dazu wissen „sie bestehe auf die ursprünglich angebotene Gage oder würde das Projekt verlassen“. Für den Fall des Ausstieges seiner Hauptdarstellerin habe auch Regisseur Morten Tyldum seinen Abschied in den Raum gestellt, so „The Hollywood Reporter“.

Doch damit nicht genug des Ärgers, denn mit Bekanntwerden der Gagen-Forderungen von Jennifer Lawrence wollen offenbar auch Jonah Hill und Channing Tatum für „23 Jump Street“ dieselbe Summe einstreichen. Sony hatte bisher je 15 Millionen US-Dollar für die Fortsetzung der erfolgreichen Reihe geboten. Zu wenig für den „sicheren Hit“ wie die beiden nun finden.

Das alles ist Tom Rothman, der mit dem Vorhaben angetreten war explodierende Kosten für Filme nicht zuzulassen offenbar zu viel und dem Magazin zufolge zieht er nun sogar einen Produktions-Stopp von „Passenger“ in Erwägung. Dies wäre schon das zweite „Aus“ des Filmes, der eigentlich bereits 2014 mit Keanu Reeves und Rachel McAdams in den Hauptrollen gedreht werden sollte. Kurz vor dem Start hatte Rechte-Inhaber „The Weinstein Company“ das Projekt damals fallen gelassen.

Vor dem endgültigen „Aus“ will Sony aber erst andere Möglichkeiten prüfen um das Budget nicht ausufern zu lassen. Von Kosteneinsparung bei den Spezial-Effekten bis hin zu einem Joint Venture mit Partner-Firmen, um sich nicht nur Geld sondern auch Risiko zu teilen, ist die Rede.

Denn trotz der „Gravity“- Vergleiche ist ein „2 Personen“ – Drama mit Science Fiction Hintergrund kein sicherer Kassenerfolg.

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