Berlinale 2016: Goldener Bär für „Fuocoammare“ | Film-Freak

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Berlinale 2016: Goldener Bär für „Fuocoammare“

Leo
Von Leo
Veröffentlicht am Montag, 22.02.2016, um 12:40 Uhr
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In der letzten Woche fand in der Hauptstadt die 66. Ausgabe der Internationalen Filmfestspiele statt. Wie jedes Jahr wurde die Berlinale durch die Verleihung der Goldenen und Silbernen Bären abgeschloßen.

Die Jury, in diesem Jahr angeführt von der mehrfachen Oscar- Preisträgerin Meryl Streep, zeichnete die Preisträger in verschieden Kategorien aus und wurde auch 2016 dem Ruf, dass es sich bei der Veranstaltung um ein „politisches Festival“ handelt, mehr als gerecht.

Den Goldenen Bären, die wichtigste aller zu vergebenden Trophäen, gewann der, als Favorit ins Rennen gegangene, italienische Dokumentarfilm „Fuocoammare“ von Gianfranco Rossi. Ein ganzes Jahr lang recherchierte und filmte er dafür die Flüchtlingsproblematik auf Lampedusa.
Da er sich allerdings nicht nur darauf beschränkte „nur eine Seite“ darzustellen, sondern mit Behutsamkeit auch die Einheimischen der Insel abbildete, gelang ihm hierbei ein wirklich berührender Film. Der oft idyllische Alltag auf der einen, die schockierenden Bilder von ertrunkenen Menschen und Elend auf der anderen Seite. Der Regisseur sagte dazu das er gar nicht unbedingt einen politischen Film machen wollte. Es wäre ihm vielmehr um Menschen und Emotionen gegangen. Das sein Film in Zeiten wie diesen politisch gesehen werde sei ihm aber natürlich bewusst.

Der Silberne Bär (Großer Preis der Jury) für den Besten Film ging an Danis Tanovic mit „Death in Sarajevo“. Für die Beste Regie wurde Mia Hansen-Love und ihr Film „Things to come“ ausgezeichnet. Ein Drama mit der großartigen Isabelle Huppert.
Weitere Ehrungen gingen als beste Darsteller*in an Trine Dyrholm und Maja Mastour. Letzterer spielte in Mohamed Ben Attilas „Inhebbek Hedi“ der auch den Silbernen Bären als bester Erstlingsfilm verliehen bekam. Kult- Kameramann Michael Ballhaus wurde mit dem Goldenen Bären für sein Lebenswerk bedacht. Der einzige Deutsche Kandidat unter den Nominierten, das Abtreibungsdrama „24 Wochen“ mit Julia Jentsch und Bjarne Mädel ging leider leer aus .

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