Underworld 5: Blood Wars | Film-Freak

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Plakat zu "Underworld 5: Blood Wars" © 2016 Sony Pictures

Underworld 5: Blood Wars

Startdatum
Regie
Schauspieler
Genre
Film-Freak
User
Noch ohne Termin
2.5

Inhaltsangabe

Details

Underworld 5: Blood Wars
Sony Pictures, Lakeshore Entertainment, Screen Gems, Sketch Films
USA
06. Januar 2017
Lies hier warum:
Film-Freak vergibt für "Underworld 5: Blood Wars" 2.5 von 5 Sternen!
2.5 Sterne

Trailer

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Kritik

Eigentlich wollte Kate Beckinsale den hautengen Strampelanzug aus Lack und Leder schon vor Jahren kein weiteres Mal überstreifen. Nun hat sie es doch wieder getan, wohl auch weil „Blood Wars“ als der definitiv letzte Teil der Underworld-Saga gehandelt wird. Lauwarm wurde dieser Abschluss der Vampir-Werwolf-Fehde von den deutschen Kinobesuchern aufgenommen, die ihn immerhin einen Monat vor dem US-Start zu sehen bekamen. Dessen ungeachtet: Endet die Reihe nun mit einem Knall oder verabschiedet sie sich auf eher unrühmliche Weise?

 

Schauspieler – Müde Kate, energische Neulinge

Irgendwie ist es Beckinsale die ganze Laufzeit über anzumerken, dass sie mit dem Herzen schon lange nicht mehr bei der Sache ist. Die Engländerin möchte sicherlich lieber in großen Dramen mitspielen, anstatt andauernd die in mehrerlei Hinsicht blasse Vampirbraut zu verkörpern. Bei ihrer Selene gibt es innerhalb der Reihe auch wirklich keine bedeutsame Weiterentwicklung oder Veränderung: Hier trägt sie halt erstmals Pelz über dem Leder – und das war es dann auch wieder so ziemlich. Während die Heldin/Veteranin nur noch routiniert und auf Regie-Kommando mit Knarren rumhantiert, killt und Matrix-mäßig rumhüpft, offenbaren einige der Underworld-Debütanten schon mehr Energie. Da findet ein regelrechtes kleines „Games of Thrones“ Treffen statt: Charles Dance, Tobias Menzies und James Faulkner waren alle schon in der Fantasy-TV-Erfolgsserie zu sehen und sind hier sichtlich bemüht. Diese Art von Film lässt jedoch keine tiefen Charakterstudien zu und so kann hier eh nichts entstehen, was mit dem komplexen Handlungsbogen einer wöchentlichen Fortsetzungsgeschichte auch nur ansatzweise vergleichbar wäre. Erwähnenswert ist höchstens noch, dass Lara Pulver als Antagonistin Semira mit ihren kalten, bohrenden Augen eine verblüffende Ähnlichkeit mit Eva Green besitzt.

Wertung 2½/5 Sternen

 

Story – Kennste einen, kennste alle

„Style over substance“ war schon immer das Credo der Underworld-Filme. Und fiel dies beim ersten Teil anno 2003 vielleicht noch nicht ganz so brutal offensichtlich auf, weil sich das Resultat damals doch noch halbwegs frisch anfühlte, so wurden die Story-Defizite bei den Sequels zunehmend deutlicher.  Runde 5 wirkt nun wie ein Best of Zusammenschnitt aus Elementen aller vorangegangenen Teile – sowohl inhaltlich wie auch stilistisch. Das Franchise hat sich eh nie richtig davon erholt, dass der Plot rund um Selenes große Liebe, den Blutsauger-Lykaner-Hybriden Michael, im Vorgänger so abrupt fallengelassen wurde. Genauso wurde hier nun auch mit Selenes begabter Tochter Eve verfahren: Sie wird einfach ignoriert.  Eine Vorgehensweise, die nicht nur Fans vor den Kopf stößt. Das, was dann geboten wird, fühlt sich auch nicht wirklich wie die ultimative Schlacht zwischen den Clans der Halbwesen an sondern wieder nur wie eine weitere Massenrangelei der Spitzzähne und Bettvorleger. Anders ausgedrückt: „Underworld 5: Blood Wars“ hat nichts Neues zu erzählen.

Wertung 1½/5 Sternen

 

Regie – Eine Deutsche auf verlorenem Posten

Beckinsale und ihr (Noch-) Ehemann Len Wiseman, Regisseur der ersten beiden Kapitel sowie Produzent aller weiteren Teile, leben inzwischen getrennt. Sie waren einige Jahre lang eine direkte Konkurrenz für das Duo bestehend aus Paul W. S. Anderson und Milla Jovovich mit ihren „Resident Evil“ Filmen, wo ebenfalls der Mann im Hintergrund unbedingt seine attraktive schauspielende Partnerin andauernd als große Actionheldin zu etablieren versucht. Auch wenn Wiseman nur noch produziert, so ist der typische Underworld-Stil, den er einst erheblich mitetablierte, noch immer diktierend und nahezu erschlagend. Da kann gar kein nachfolgender Regisseur noch großartig neue Akzente setzen, müsste er doch dazu die bekannte Formel komplett aufbrechen. Eine Debütantin, die ihren ersten Kinofilm inszeniert, kann sich da erst recht nicht durchsetzen, mag sie auch eine Filmhandwerk-Allrounderin sein. Somit ist die noch ziemlich unerfahrene Anna Foerster aus Deutschland, die schon an mehreren Streifen von Landsmann Roland Emmerich mitbastelte, eigentlich nur Erfüllungsgehilfin, die sich an strikte Vorgaben zu halten hat. Eine eigene Handschrift ist da nicht zu erkennen.

Wertung 2/5 Sternen

 

Filmmusik – Vorhanden und ausreichend

Die Musik zur Untermalung ist beim besten Willen nicht das Aushängeschild der Fortsetzungsreihe. Sie ist zweckdienlich, geht jedoch stets unter angesichts der vielen optischen Reize, angefangen von Selene in ihrem knackigen Outfit über die riesigen Wolfsviecher bis hin zum Rumgefuchtel mit Maschinenpistolen. Die Festspiele mit den Wesen der Nacht funktionierten einfach immer schon mehr auf der visuellen Ebene und fast nur dort. Da ist jeglicher Komponist, auch der neue Mann Michael Wandmacher, nur ein Auftragsarbeiter, der lediglich etwas abliefert, um einen weiteren Teil zum kompletten Film zu machen, doch charakteristisch oder denkwürdig ist das keine einzige Tonfolge. Das soll jedoch nicht heißen, dass Wandmacher, der schon die Musik für viele Filme und TV-Serien schrieb, nichts auf dem Kasten hätte. Sein Mix aus Säuseln, Dröhnen und Glockenturmschlägen erfüllt absolut seinen Zweck.

Wertung 2/5 Sternen

 

Nachbearbeitung – Fifty Shades of Blue

Diese Unterwelt-Streifen machten schon immer massiven Gebrauch von CGI und gerade bei den Lykanern. Kein einziger Wolfsmensch und keine einzige Transformation von Mensch zu Monster wurden hier nicht an einem Rechner mittels Animation erstellt. Von Practical Effects haben die Macher offenbar noch nie etwas gehört. Ebenfalls von der ersten Stunde an mit dabei sind die extremen Blaufilter, so dass die Farbe quasi unzertrennlich mit dem Mehrteiler in Verbindung gebracht wird. Das geht soweit, dass Selenes Haut in vielen Szenen beinahe hellblau zu sein scheint, während der schwarze Latex einen blauen Schein reflektiert. Auch in dem Punkt wurde nicht mehr groß rumexperimentiert, doch es ist nun einmal die Ästhetik des Underworld-Universums und soll wohl ganz bewusst eine gewisse Kälte ausstrahlen. Und warum sollte da jetzt noch so unmittelbar vor Schluss der vertraute visuelle Stil komplett gewechselt werden? Also: passt schon.

Wertung 3/5 Sternen

 

Fazit – Nur ein weiterer Underworld

Auch wenn alle Zeichen auf Abschied von Selene und ihrer kalten sexy Monsterwelt stehen, so fühlt sich „Underworld 5: Blood Wars“ trotzdem nicht so recht wie der endgültige Schlussstrich an. Zu viele Handlungsfäden der Reihe führen noch ins Leere, zu viele Dinge könnten noch einmal aufgegriffen und vertieft werden. Es geht bestimmt irgendwann in irgendeiner Form weiter, dann aber wohl tatsächlich ohne die Beckinsale. Hier wird jedenfalls noch einmal (nur) Altbekanntes  geboten. Wer diese oberflächliche Mischung aus Horror und Action bisher liebte, wird noch einmal passabel bedient. Die Hater hingegen werden hiermit nicht urplötzlich noch bekehrt. Es ist das, was allgemein erwartet wird und was nun schon 13 Jahre lang funktioniert.

Wertung 2½/5 Sternen

Wertungsdetails

Gesamt: 2.5

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