The Good Neighbor | Film-Freak

Film

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Plakat zu "The Good Neighbor" © 2016 Anonymous Content

The Good Neighbor

Startdatum
Regie
Schauspieler
Genre
Film-Freak
User
24. November 2017 (Auf DVD) - 1 Std. 37 Min.
2.0
2.0
Nicht so schlecht!

Inhaltsangabe

Um herauszufinden, wie genau Menschen auf paranormale Ereignisse reagieren, installieren zwei Teenager dutzende Kameras im Haus ihres älteren Nachbarn – doch das Experiment gerät schnell außer Kontrolle.

Details

The Good Neighbor
Anonymous Content, Star Thrower Entertainment, Ball & Chain Productions
USA
16. September 2016
24. November 2017
Lies hier warum:
Film-Freak vergibt für "The Good Neighbor" 2.0 von 5 Sternen!
2.0 Sterne

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Kritik

Für ein soziales Experiment verkabeln zwei Jugendliche das Haus des verbitterten Nachbarn. Sie wollen ihn mit selbstgemachten Spukeffekten außer Fassung bringen und seine Reaktionen über dutzende Kameras beobachten. Natürlich weiß dieser nichts davon. „The Good Neighbor“ ist also ein weiterer Found-Footage-Film – schafft er den Sprung aus dem Klischeesumpf?

 

Story – Frankenstein’s Monster

Der Film verspricht einen spannenden und vielleicht sogar gruseligen Thriller im Found-Footage-Format. Geboten wird etwas völlig Anderes. Nachdem die Motivation der beiden Jugendlichen erklärt wurde, passiert zunächst nicht viel, außer dem was zu erwarten ist. Die Überdrüssigkeit des Genres wird ganz bewusst angesprochen, fast so, als ob dies ein Freifahrtschein dafür ist, im eigenen Film anschließend jedes denkbare Klischee zu erfüllen. Dann springt die Story immer wieder für kurze Momente in die Zukunft, an einen unbekannten Zeitpunkt nach dem Experiment. Zusätzlich wird die Geschichte des Nachbarn in Rückblicken erklärt. Dabei verliert sich die Handlung zur Mitte des Films völlig und es wird schnell klar, dass zwischen den ständigen Sprüngen der Handlungszeitpunkte keine Hoffnung auf Spannung besteht. Das Ende des Films bedient sich einem völlig anderen Genre und bleibt durch James Caans Darstellung als einziger sehenswerter Moment zurück.

Wertung: 2/5 Sternen

 

Regie – Viel Halbes, Nichts Ganzes

Die Schnitte und Kameraführung sind durchaus gut umgesetzt, aber Regisseur Kasra Farahani schafft es nicht, das Ruder herum zu reißen. Es wäre sicherlich hilfreich gewesen, sich vorher bewusst zu machen, welche Art von Film man eigentlich erreichen möchte. Dieser Schritt wurde offenbar übersprungen. Vielmehr wirkt es, als wenn man sich Wort für Wort genau an das gehalten hat, was Drehbuch und Screenplay vorgegeben haben. Diese Planlosigkeit festigt das Durcheinander des Films, der keine Seele zu haben scheint.

Wertung: 2/5 Sternen

 

Schauspieler – Anfänger und Profi

Grade einmal drei Charaktere sind es, um die sich in „The Good Neighbor“ alles dreht – da sollte genug Zeit sein, um den Hauptfiguren eine vernünftige und interessante Hintergrundgeschichte zu verpassen. Doch das war den Autoren des Films offenbar zu kompliziert.

Die beiden jugendlichen Freunde Sean und Ethan, gespielt von Keir Gilchrist und Logan Miller sind genau die stumpfen, verzogenen Teenies, die man schon dutzendfach in ähnlichen Streifen ertragen musste. Dass man innerlich hofft, dass den beiden endlich mal irgendetwas passiert, kann wohl kaum das Ziel gewesen sein. Schließlich kann sich keine Spannung bilden, wenn das Schicksal der Hauptcharaktere nicht ansatzweise interessiert. Selbst die kläglichen Versuche, die Persönlichkeit der beiden gegen Ende der Handlung wenigstens etwas zu definieren, laufen ins Leere.

James Caan, der den unfreundlichen Nachbarn Harold Grainey spielt, wirkt, als wäre er in das falsche Filmset gestolpert. Das Drehbuch sieht auch für ihn keine besonders tiefe Charakterentwicklung vor. Für den größten Teil der Handlung hat er nicht viel zu tun oder zu sagen. Doch die letzten Minuten des Films sind ein großer Segen und Caan kann dem Ende des Films auf den letzten Metern dann doch noch ein bisschen schauspielerische Finesse verleihen.

Wertung: 2/5 Sternen

 

Filmmusik – Dann doch lieber Stille

Fast immer wird in Filmen dieser Machart gänzlich auf musikalische Begleitung verzichtet. Dies wäre der einzige Punkt gewesen, den man hier lieber auch hätte Übernehmen sollen. Die Musik besteht fast ausschließlich aus Popsongs, abgefischt aus der Belanglosigkeit des Mainstreams. Dieser Anbiederungsversuch an das jüngere Publikum geht aber nach hinten los, denn die Songfetzen werden gekonnt an den Stellen des Films platziert, in denen sie besonders schlecht zur Situation passen und das Zuschauen phasenweise sogar anstrengend machen. Weiter konnte man das Ziel nicht verfehlen.

Wertung: 1,5/5 Sternen

 

Nachbearbeitung – Gute Ideen

Der Film ändert regelmäßig das Bildformat. Der Grund dafür ist, dass immer wieder zwischen dem Filmmaterial aus dem Equipment der zwei Teenager und zusätzlichen, gewöhnlichen Kameraeinstellungen gewechselt wird. Eine gut funktionierende Entschuldigung, um das Found-Footage-Material an den nötigen stellen zu ergänzen. Die Colorierung ist in den normalen Einstellungen im 35 mm-Format angenehm konstant und nicht unnötig stark entsättigt, wie es in diesem Genre oft passiert. Die Found-Footage-Aufnahmen sind glaubhaft verwackelt, allerding ein wenig zu professionell nachbearbeitet. Ein Stück der Glaubwürdigkeit geht dadurch verloren.

Wertung: 2,5/5 Sternen

 

Fazit – Ein Film ohne Zielgruppe

„The Good Neighbor“ ist ein Film, der selber nicht weiß, was er sein möchte. Als einziger Glanzmoment ist ein bewegendes Ende zurückgeblieben – wie ein letztes, verzweifeltes Zucken einer zum Sterben verurteilten Genreleiche.

Wertungsdetails

Gesamt: 2.0

Wertungen

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