Star Wars Episode 7 – Das Erwachen der Macht | Film-Freak

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Plakat zu "Star Wars Episode 7 – Das Erwachen der Macht" © 2018 Film-Freak

Star Wars Episode 7 – Das Erwachen der Macht

Startdatum
Regie
Schauspieler
Genre
Film-Freak
User
17. Dezember 2015 - 2 Std. 16 Min.
4.0
4.0

Inhaltsangabe

Rund 30 Jahre nach der Vernichtung des zweiten Todessterns ist aus der Asche des Imperiums die Erste Ordnung entwachsen. Der finstere Kylo Ren verbreitet mit seiner Sturmtruppen-Armee Angst und Schrecken in der Galaxies, die Jedi-Ritter sind gänzlich verschwunden, Luke Skywalker seit Jahren verschollen. Schrottsammlerin Rey und der abtrünniger Sturmtruppler Finn versuchen gemeinsam mit Han Solo und seinem Wookie-Partner Chewbacca Skywalker zu finden und den Frieden im Universum wieder herzustellen.

Details

Star Wars: The Force Awakens
Lucasfilm, Truenorth Productions, Bad Robot
USA
18. Dezember 2015
200.000.000 US-$
Lies hier warum:
Film-Freak vergibt für "Star Wars Episode 7 – Das Erwachen der Macht" 4.0 von 5 Sternen!
4.0 Sterne
4.0 Sterne

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Kritik

„Star Wars Episode 7 – Das Erwachen der Macht“ ist wohl der mit Abstand am meisten erwartete Film des Jahres und wurde schon im Vorfeld gerne als größtes Filmereignis seit Jahren bezeichnet. 10 Jahre nach dem Abschluss der Prequel-Trilogie geht die Saga nun endlich weiter und wir verraten euch, ob sich das Warten auch wirklich gelohnt hat. Um niemandem den Kinobesuch zu vermiesen, versuchen wir dabei so spoilerfrei wie möglich zu bleiben.

 

Schauspieler – Eine gelungene Kombination aus alten und neuen Gesichtern

Der Film kombiniert geschickt alte und neue Stars, die Harmonie dabei ist einfach prächtig. Die vielen Neuzugänge sind wirklich exzellent gecastet, allen voran natürlich Daisy Ridley, die sich als echte Entdeckung entpuppt und in ihrer Rolle richtig aufblüht. Ebenfalls überzeugen kann John Boyega als Finn, das sich entwickelnde freundschaftliche Band zwischen den beiden wird von den Darstellern sympathisch auf die Leinwand gebracht. Auch Oscar Isaac hat eine nette Rolle abgestaubt, leider schenkt ihm der Film aber relativ wenig Beachtung. Star des Films ist und bleibt eben ein Star der alten Garde. Wie scheinbar mühelos der großartige Harrison Ford noch einmal in seine legendäre Rolle des Han Solo schlüpft, ist beispiellos und in jeder Szene eine Freude, einfach Nostalgie pur. Szenen gibt es mit ihm auch tatsächlich viele, Ford agiert dabei auch noch überaus fit und kann seiner Rolle viele neue Seiten abgewinnen. Auch Carrie Fisher kehrt zurück und meistert ihre Rolle als Prinzessin, pardon General Leia besser als befürchtet, eine kleine Enttäuschung gibt es hingegen bei Mark Hamill. Dass seine Rolle hier noch nicht allzu groß ausfallen würde, war vorauszusehen, ein wenig mehr als solch ein magerer Miniaufritt hätte es aber schon sein dürfen. Man hätte ihn gern noch einmal mit den beiden anderen Altstars vereint gesehen. Zu guter Letzt wäre dann noch Adam Driver, der als großer Gegenspieler und Möchtegern Darth Vader leider auch nur vereinzelt punkten kann. Schauspielerisches Talent wäre auf jeden Fall vorhanden, aber vor allem optisch hätte man ihn sich einfach anders vorgestellt, den Sohn von…

Wertung: 4/5 Sternen

 

Story – Eine Verbeugung vor den alten Filmen

Bei der Handlung leistet sich der Film ein paar Patzer, im Grunde ist dies nichts geringeres als eine reine Neuerzählung des ersten Films. Gesucht wird ein kleiner Droide in dem wichtige Informationen gespeichert sind, die Geschichte beginnt auf einem kargen Wüstenplaneten und so weiter und so fort. Das Grundgerüst ist also altbekannt, „Star Wars“ war ja schon von Anbeginn eine große Familiengeschichte voller Parallelen und Wiederholungen, „Das Erwachen der Macht“ setzt dieses Konzept eben ganz einfach fort. Vielleicht keine schlechte Idee, aber man hätte sich einfach auch mal über ein paar wirkliche Neuerungen und Innovationen gefreut, dies fehlt hier leider ein wenig. Deswegen braucht die Geschichte auch eine ganze Weile bis sie in Fahrt kommt, auch wird es wohl noch eine Zeit dauern, bis Fans so manche Entscheidung und Familienoffenbarung richtig verdaut haben. Nichts desto Trotz spinnt die kompakt und kurzweilig erzählte Story die Saga würdig fort und führt darüber hinaus mit dem kleinen kugeligen BB-8 noch einen weiteren Kultdroiden ein.

Wertung: 3/5 Sternen

 

Regie – J.J. Abrams, vor Ehrfurcht fast erstarrt

J.J. Abrams war genau der richtige Mann für diese Aufgabe. In puncto Design und Atmosphäre lässt er tatsächlich wieder gutes altes „Star Wars“ Feeling aufkommen. Abrams ist eben selbst ein eingefleischter Fan, so reichert er seinen Film mit unheimlich vielen Easter Eggs und Cameos an, es wird auch wohl noch eine Weile dauern, bis man wirklich alle entdeckt hat. Er nimmt sich viel Zeit für seine Figuren und verleiht dem Streifen erstaunlich viel Humor, besonders die Kabbeleien zwischen Han und Chewbacca sind einfach ein Knaller. Ein wenig Ideenarmut muss man ihm dennoch zusprechen, auch hat man das Gefühl, nach den Trailern eigentlich den Großteil des Films bereits gesehen zu haben. Gleichwohl strotzen die Actionszenen aber vor inszenatorischen Raffinessen und Abrams liefert im Grunde genau das was man sehen möchte. Dennoch bleibt das Gefühl, dass der Film großteils einfach nur von den Bezügen der alten Filme lebt.

Wertung: 3/5 Sternen

 

Filmmusik – Wie von einem anderen Stern

John Williams war bisher für den Soundtrack von jedem einzelnen „Star Wars“ Film zuständig, glücklicherweise erklärte er sich auch hier noch einmal bereit, diese Aufgabe zu übernehmen. Neue geschichtsträchtige Themen und Leitmotive sucht man dabei zwar vergebens, dennoch ist die musikalische Untermalung auch hier wieder über jeden Zweifel erhaben. Williams gelingt es, die stillen Szenen genauso gut wie die lauten passend zu untermalen. Hier versteht eben jemand sein Handwerk.

Wertung: 4/5 Sternen

 

Nachbearbeitung – Angenehm altmodisch

Der Film nähert sich wieder deutlich dem dreckigen, handgemachten Look der alten Filme. Den CGI-Überschuss der Prequel-Trilogie ahmt der Film in keiner Sekunde nach, das erfreut nicht nur alte Fans. Das bedeutet aber nicht, dass der Streifen gänzlich ohne Special Effects auskommt. Ganz und gar nicht, nur kommen diese eben nur dann zum Einsatz, wenn es anders einfach nicht geht. Wenn dem so ist, bewegt man sich aber erwartungsgemäß auf dem höchsten Stand der Technik, gerade der erste Rundflug des Millennium Falken ist ein optischer Augenschmaus. Figuren wie Maz Kanata etwa wurden lebensecht durch das Motion Capture Verfahren zum Leben erweckt, genauso wie der Oberste Anführer Snoke, dessen Look allerdings mehr als gewöhnungsbedürftig ausfällt. Seine Gestalt ist einfallslos und seine übertrieben gigantische Erscheinung hoffentlich nur dem Hologramm geschuldet.

Wertung: 5/5 Sternen

 

Fazit – Ein erfreuliches Erwachen

J.J. Abrams gelingt es mit Episode 7 alte, sowie neue Fans zu verzaubern und zu versöhnen, frei von Fehlern ist der Streifen aber sicherlich auch nicht. So wirft der Film viel mehr Fragen auf, als die er beantwortet und überhaupt muss man so manche Entscheidung erst einmal in sich aufnehmen. Das Ende ist für die Saga auch noch relativ untypisch und macht die Warterei zu Episode 8 zur Qual. Was hier wirklich gut ist und was nicht, wird wohl erst die Zeit zeigen, dennoch gelang hiermit etwas ganz Besonderes und Entscheidendes. Die Macht ist tatsächlich noch einmal von neuem erwacht und wird uns dieses Mal wohl auch noch deutlich länger erhalten bleiben als zuletzt. Ein schöner Abschluss für das Kinojahr 2015.

Wertungsdetails

Gesamt: 4.0

Wertungen

"Star Wars Episode 7 – Das Erwachen der Macht" ist bisher von 1 Usern bewertet worden. Dabei haben sie im Schnitt 4.0 von 5 Sternen vergeben.

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