Split | Film-Freak

Film

Teilen auf:

Plakat zu "Split" © 2017 Universal Pictures

Split

Startdatum
Regie
Schauspieler
Genre
Film-Freak
User
20. Januar 2017
4.0

Inhaltsangabe

23 verschiedene Persönlichkeiten, alle vereint in einem einzigen Körper: Der zurückgezogen lebende Kevin leidet unter dieser ungewöhnlichen Persönlichkeitsstörung. Eines Tages sind drei junge Frauen seinen Eigenarten plötzlich gegen ihren Willen ausgesetzt. Nach und nach müssen sie mit den vielen Menschen, die alle in einer Hülle stecken, Bekanntschaft machen. Oder schlummert da etwa noch mehr in Kevin?

Details

Split
Universal Pictures, Blumhouse Productions, Blinding Edge Pictures
USA
27. Januar 2017
Lies hier warum:
Film-Freak vergibt für "Split" 4.0 von 5 Sternen!
4.0 Sterne

Trailer

SPLIT – Trailer #1 (Full HD) – Deutsch/German

veröffentlicht am 3. September 2016

Videos

Momentan sind keine weiteren Videos zu "Split" vorhanden. Das tut uns leid!

Kritik

M. Night Shyamalan konnte mit seinen letzten Filmen nicht überzeugen, doch nun will er zu alten Stärken zurückkehren und liefert uns „Split“. Eine ungewöhnliche Story hat er dabei auf jeden Fall im Gepäck, aber reicht diese allein für das angestrebte Comeback?

 

Schauspieler – McAvoy trägt die Handlung, Taylor-Joy überrascht

Zweifelsfrei ist der größte Pluspunkt die hervorragende Leistung der Darsteller – bis auf geringe Ausnahmen. Wer sich vorab nur kurz mit dem Inhalt beschäftigt hat, ahnt es bereits: Zu einem großen Teil hängt der gesamte Film davon ab, dass James McAvoy die Rolle des Kevin perfekt verkörpert – das hat er definitiv geschafft. Die Krankheit des geistig Verwirrten spielt er vollkommen überzeugend, ohne dass dabei unfreiwillig komische Momente entstehen. Optisch verändert sich McAvoy nur sehr gering, was es umso erstaunlicher macht, wie gut ihm die Darstellung gelungen ist. Hervorragend macht auch Anya Taylor-Joy ihren Job als Casey. Ihr Handeln ist anfangs nicht ganz nachvollziehbar, wird im Laufe des Films aber immer wieder ergründet und hilft somit für einen stetigen Spannungsaufbau. Betty Buckley spielt die ehrgeizige Psychologin Dr. Fletcher ebenfalls überzeugend, Haley Lu Richardson und Kim Director fallen im Vergleich dann allerdings der Nebendarsteller-Krankheit zum Opfer, sodass man am Schicksal der beiden Mitgefangenen Hannah und Claire nicht allzu sehr interessiert ist.

Wertung: 4/5 Sternen

 

Story – Das Warten auf die Bestie

Kevin leidet an einer psychischen Störung. 23 verschiedene Persönlichkeiten leben in seinem Körper. Er entführt drei junge Frauen und hält sie fest. Etwas „Grauenerregendes“ warte auf sie und diese Ankündigung ist mit Nichten übertrieben. Dabei spielt der Film mit dem Zuschauer: Steckt etwa auch ein richtiges Monster in Kevins Körper oder ist es nur seine monströse Krankheit, die die Frauen in Gefahr bringt? Eine erfrischend neue und zugleich interessante Story, aus der viel Gutes, zum Teil aber leider auch Überflüssiges heraus geholt wird. Schuld daran sind besonders in der Mitte des Filmes einige Passagen, die dann doch etwas zu langatmig geraten sind und die Handlung einfach nicht voran treiben wollen. Dadurch zieht sich die Spannung nicht ganz so konsequent durch den Film, wie man es sich gewünscht hätte. Die knapp zwei Stunden Spielzeit hätte man durchaus um mehrere Minuten kürzen können.

Wertung: 4/5 Sternen

 

Regie – Der Plot Twist funktioniert noch immer – aber um jeden Preis?

Eines macht Shyamalan definitiv richtig: er gibt den Darstellern die Gelegenheit, ihre Rollen intensiv zu verkörpern und verzichtet auf überflüssige Schnitte und aufwändige Kamerafahrten. Weder pompöse Sets, noch Kostüme oder aufdringliche Effekte lenken von den großartigen Charakteren ab, was zu einigen nervenzerreißenden und ungewöhnlich intimen Passagen führt.
Leider will das Ende nicht richtig überzeugen. So werden bestimmte Handlungsstränge immer weiter aufgebaut und zum Schluss im Regen stehen gelassen. Einige Charaktere entwickeln sich so leider ins Nichts. Verantwortlich ist dafür hauptsächlich der große Plot Twist, der zwar gut funktioniert, mit Blick auf die gesamte Handlung aber gleichzeitig auch sehr unbefriedigend ist. Diese Wendung wirkt so eher erzwungen und frisst gleichzeitig jenes befriedigende Ende auf, das dieser Film verdient hätte.

Wertung: 3/5 Sternen

 

Filmmusik – Es muss nicht immer revolutionär sein

West Thordson liefert die Musik für „Split“. Diese hält sich stets zurück und unterlegt die gezeigten Bilder durchgehend stimmig, ohne aufdringlich zu werden. Dabei wird die Filmmusik in ihrem Grundsatz natürlich nicht neu definiert, dafür ist dieser Film aber auch nicht unbedingt berufen. Die Klänge wurden vermutlich zum Großteil per Software erzeugt, was für dieses Genre nicht unüblich ist. Die Ähnlichkeit zu anderen Soundtracks des Genres wird somit natürlich weiter gefestigt.

Wertung: 4/5 Sternen

 

Nachbearbeitung – Manchmal ist weniger eben doch mehr

„Split“ baut auf seine Darsteller und hält sich in Sachen Spezialeffekte, Farbbearbeitung und Schnitt dementsprechend zurück. Dadurch lenkt nichts vom Kern des Geschehens ab. Die Kolorierung setzt keine neuen Maßstäbe für das Genre, ist aber stets passend gewählt und orientiert sich besonders an der aktuellen Stimmungslage des Hauptcharakters. Für den „Final Cut“ hätte man die ein oder andere Szene aber gerne aus dem Film verbannen und dadurch vielleicht einen konstanteren Spannungsbogen aufbauen können.

Wertung: 4/5 Sternen

 

Fazit – Aufregender Thriller mit Schönheitsfehlern

„Split“ entpuppt sich unterm Strich dann doch als größtenteils gelungenes Comeback für Shyamalan. Die Handlung hätte etwas straffer erzählt werden können, doch allein die Arbeit von McAvoy macht diesen Film auf jeden Fall sehenswert. Thriller-Fans kommen hier voll und ganz auf Ihre Kosten.

Wertungsdetails

Gesamt: 4.0

Wertungen

"Split" ist bisher von 0 Usern bewertet worden. Dabei haben sie im Schnitt 0.0 von 5 Sternen vergeben.

Regie

Schauspieler

Produktionsstab

M. Night Shyamalan

Szenenbilder

Aktuelle Specials

Aktuelle Kolumnen

Kommentare
Antworten

Antwoten