Sieben | Film-Freak

Film

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Plakat zu "Sieben" © 1995 New Line Cinema

Sieben

Startdatum
Regie
Schauspieler
Genre
Film-Freak
User
23. November 1995 - 2 Std. 7 Min.
4.5
4.5

Inhaltsangabe

Der besonnene Detective Summerset ist ein Kriminologe der “alten Schule”. Zusammen mit seinem neuen Kollegen, dem Heißsporn Mills, wird er auf den ungewöhnlichsten und erschreckendsten Fall seiner Laufbahn angesetzt. Ein unbekannter Serienkiller versucht scheinbar, die Stadt von allen Sünden zu befreien. Er tut dies, indem er auf bestialische Weise für jede der sieben Todsünden einen symbolischen Ritualmord begeht.

Details

Se7en
New Line Cinema, Juno Pix, Cecchi Gori Pictures
USA
22. September 1995
33.000.000 US-$
327.311.859 US-$
Lies hier warum:
Film-Freak vergibt für "Sieben" 4.5 von 5 Sternen!
4.5 Sterne
4.5 Sterne

Bilder

Trailer

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Kritik

Inszeniert von (Fight Club) Macher David Fincher avancierte Sieben zu einem regelrechten Klassiker des Genres. Nicht nur aufgrund seiner sehr düsteren und kühl gehaltenen Atmosphäre haben wir es hier, ähnlich wie bei Das Schweigen der Lämmer, wieder einmal mit einem Thriller zu tun, den man noch lange im Gedächtnis behalten wird.

 

Schauspieler – Perfekte Mischung aus jung und alt

Brad Pitt zeigt hier eine Meisterleistung, die ich ihm bis zu diesem Film nicht mal ansatzweise zugetraut hätte. Er sieht nicht nur toll aus, er spielt auch toll. Ich kann mir keinen anderen Schauspieler vorstellen, der die Rolle so überzeugend hätte darstellen können. Vor allem das Ende…Pitt gelingt es so viel Schmerz und Dramatik in sein Gesicht zu spielen, dass man ohne es zu merken, die Luft anhalten muss. Morgan Freeman weiß auch zu überzeugen, sein Charakter ist hier eher der ruhige Pol, ein Mann, der mit seinem Dasein als Polizist abgeschlossen hat und an der Härte des Lebens zu scheitern glaubt. Die beiden Charaktere ergänzen sich prima, die perfekte Mischung aus Jung und Alt; Vorsichtig und spontan, motiviert und resigniert.

Wertung; 5/5 Sternen

 

Story – Intelligent und spannend

Im Grunde genommen dreht sich Sieben mit seiner ganzen Thematik und im Kern um die zentrale Fragestellung, obwohl die Menschheit wirklich schon so verkommen ist, das jeden Tag von jedem Tag nicht die sieben Todsünden begangen werden. Zur gelungenen Optik gesellte sich ein packend und schnörkellos geschriebenes Drehbuch, das die besten Dialogzeilen dem erst spät im letzten Akt in Erscheinung tretenden Täter in den Mund legte. Was den Film auszeichnet, ist seine langsame Steigerung, die von Mord zu Mord stattfindet und den Zuschauer, der zu Beginn schlagartig in das Geschehen gezogen werden soll, langsam aber sicher an der Story und ihren Charakteren festhalten lässt – bis es dann im großen Finale zum Knall kommt. Das Ende ist sowas von böse und perfekt inszeniert, dass einem der Atem stocken kann. Was sich dort abspielt darf natürlich nicht verraten werden, es wäre eine Schande, wenn jemand das vorher wüsste und sich den Film dann erst zum ersten Mal ansieht.

Wertung; 4,5/5 Sternen

 

Regie – Fincher setzt neue Maßstäbe

Sehr düster beginnt David Finchers zweiter Kino-Film (nach Alien 3) – düster ist letztlich auch die Thematik. Fincher setzt den Stoff jedoch in jeder Beziehung spannend um und hält gleichzeitig die nötige Balance zwischen Schock-Effekten und abartiger Philosophie des Täters, die derart beleuchtet wird, sodass sie dem Betrachter zumindest einigermaßen glaubwürdig erscheint. Und da der Zuschauer weiß, dass erst nach sieben Taten die Serie (und der Film) zu Ende sein kann, schaut er bis zuletzt auf die Leinwand und fragt sich: Tut er es oder tut er es nicht? Und was noch viel wichtiger ist: Was würde ich in seiner Situation tun?

Wertung: 4,5/5 Sternen

 

Filmmusik – Düster und dramatisch

Die Filmmusik wurde von Howard Shore komponiert. Shore schrieb bereits die Filmmusik zu Das Schweigen der Lämmer. Die Musik ist genauso düster und gnadenlos wie der Film. Die Kompositionen zwischen Bild und Musik ist einfach ein perfektes Zusammenspiel. Besonders herausstechend etwa bei der Szene in der Somerset in der Bibliothek liest, diese Szene wird mit Kammermusik (Suite No. 3 -Air- von Bach) untermahlt.

Wertung: 4,5/5 Sternen

 

Nachbearbeitung – Effektvoll

Damit Sieben noch düsterer wirkt, wurde die spezielle C.C.E.-Technik verwendet. Dies ist ein Verfahren zur Intensivierung der Farben, dass heißt, dass die dunkle Szenen noch dunkler und die hellen Szenen (von denen es eh nur sehr wenige gibt) noch heller wirken. Und diesen Kontrast kann man wahrlich im Film sehen! Natürlich darf ich an dieser Stelle nicht vergessen, die geniale Kamera von Darius Khondji zu loben, welche jedes Bild regelrecht in ein Gemälde verwandelt.

Wertung: 4,5/5 Sternen

 

Fazit – Ein Vorbild für viele Filme des Genres

Sieben ist ein bitterböser Film. Für Hollywood total untypisch: Düster, pessimistisch, depressiv, ohne richtiges Happy End und wirklich brutal, ohne dabei aber großartig grafisch zu sein. Selten war ich von einem Thriller dermaßen fasziniert. Zum Schluss noch ein Zitat von  Ernest Hemingway: ,,Die Welt ist so schön und wert, dass man um sie kämpft.“

Wertungsdetails

Gesamt: 4.5

Wertungen

"Sieben" ist bisher von 4 Usern bewertet worden. Dabei haben sie im Schnitt 4.5 von 5 Sternen vergeben.

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