Prisoners | Film-Freak

Film

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Plakat zu "Prisoners" © 2013 Alcon Entertainment

Prisoners

Startdatum
Regie
Schauspieler
Genre
Film-Freak
User
09. Oktober 2013 - 2 Std. 26 Min.
5.0
5.0
5.0
Meisterwerk!

Inhaltsangabe

Keller Dover ist ein bibeltreuer Kriegsveteran. Der harte Kerl steht mit beiden Beinen fest im Leben. Dovers Welt gerät jedoch aus den Fugen, als seine sechsjährige Tochter Anna und deren Freundin Joy an Thanksgiving entführt werden. Es beginnt eine fieberhafte Suche, die von dem jungen und ambitionierten Detektiv Loki angeführt wird, dessen primäres Ziel es jedoch ist, endlich der Kleinstadt zu entfliehen und in eine Großstadt versetzt zu werden. Alle Spuren zu der Entführung verlaufen im Nichts. Auch den einzigen Verdächtigen, den geistig zurückgebliebenen Alex Jones, muss Loki aus Mangel an Beweisen wieder laufen lassen. Familienvater Dover fasst daraufhin einen folgenschweren Entschluss: Er will die Wahrheit auf eigene Faust herausfinden und begibt sich auf einen verhängnisvollen und gnadenlosen Weg der Selbstjustiz um die beiden kleinen Mädchen vielleicht doch noch zu finden.

Details

Prisoners
Alcon Entertainment, Madhouse Entertainment, 8:38 Productions
USA
18. September 2013
46.000.000 US-$
122.126.687 US-$
Lies hier warum:
Film-Freak vergibt für "Prisoners" 5.0 von 5 Sternen!
5.0 Sterne
5.0 Sterne

Trailer

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Kritik

Wie weit würde ein einzelner Mann gehen, um seine Tochter zu retten? Diese Frage greift „Prisoners“ auf und beantwortet diese in verängstigender, brillanter Weise. 

 

Schauspieler – Wer wird preisgekrönt?

Rein auf dem Papier überzeugt „Prisoners“ schon mit einer enormen Starbesetzung. Doch kann der gewaltige Cast auch in der Praxis überzeugen? Ja, ja und nochmal ja. Allen voran Detektiv Loki gespielt von Jake Gyllenhaal. Dieser liefert in „Prisoners“ eine, wenn nicht sogar die beste Leistung in seiner Schauspielkarriere. Beeinflusst durch seinen Job spielt Jake Gyllenhaal einen Detektiv, welcher vorerst abgestumpft und undurchsichtig seiner Arbeit nachkommt. Doch im Laufe des Filmes macht er eine Charakterentwicklung durch, verbeißt sich immer mehr in den vorgestellten Fall und fängt langsam an auch Verantwortung für diesen zu übernehmen. Dabei spielt Jake Gyllenhaal so überzeugend, dass man ihm jedes gestörte Zwinkern in jeder seiner Szenen abkauft. Ebenso überzeugend ist Hugh Jackman in seiner Rolle als Vater Keller Dover, welcher die Frage aufgreift, wie weit man als Vater gehen kann, um seine Tochter zu retten. Dabei ist jede Aktion die Hugh Jackman darstellt so glaubwürdig und nachvollziehbar, dass man ihm den Erfolg wünscht, auch wenn er dabei über das Gesetz hinaus agiert.  Auch Paul Dano als Alex Jones liefert eine herausragende Leistung als leicht minderbemittelter Tatverdächtiger. Trotz der leicht beschränkten Charakterart des Alex Jones schafft Paul Dano es ihn als möglichen Tatverdächtigen darzustellen. Auch der weitere Cast überzeugt in ganzer Linie, so zum Beispiel Terrence Howard, der als Franklin Birch ein gutes Gegenstück zu Hugh Jackman bietet.

Wertung: 5/5 Sternen

 

Story – Realitätsnah

„Prisoners“ ist ein etwas anderer Psycho-Thriller, welcher das Mittel der Selbstjustiz benutzt .Und das macht den Film unglaublich stark. Während es anderen Filmen an der Realitätsnähe mangelt, schafft es „Prisoners“ einen Film zu kreieren, welcher realistischer nicht sein könnte. Durchgehend wird die Frage aufgeworfen, ob Keller Dover es nun wirklich mit dem Täter zu tun hat, oder ob doch noch jemand anderes dahinter steckt. Um das herauszufinden stellt sich Keller Dover über das Gesetz und nutzt illegale Mittel. Auch das wird mit Folgen gehandhabt. Doch wer es jetzt wirklich war, wird so schnell nicht klar, was den Film unglaublich spannend macht. Der Plot kann in vollster Linie überzeugen, einzig und allein das Ende ist ein wenig enttäuschend. Ein offenes Ende kann funktionieren, muss es aber nicht immer. Aber im Kontrast zur restlichen Handlung kann man dies trotzdem akzeptieren.

Wertung: 4/5 Sternen

 

Regie – Sehr guter Mittelwert

Für einen Thrillerstreifen ist „Prisoners“ mit 153 Minuten außergewöhnlich lang. Der Film nimmt sich die Zeit, um die Geschichte ausführlich einzuführen. Zudem wird der Film nie langweilig, denn Regisseur Denis Villeneuve schafft es immer, „Prisoners“ um einen guten Mittelwert zwischen Spannung, Ruhe und Drama schwanken zu lassen. Dabei gibt es keine Ausschreitung, die kitschig und langweilig wirken. So hat „Prisoners“ ein angenehmes Erzähltempo. Ebenso stark wie das Erzähltempo, ist André Turpin an der Kamera. An gewissen Stellen im Film ist die Kamera beängstigend ruhig und gar still, an anderen Stellen dann wieder erfrischend dynamisch. Die Kameraarbeit hat Einfluss auf die Geschichte, da der Zuschauer an gewissen Stellen Details mitbekommt.

Wertung: 5/5 Sternen

 

Filmmusik – Überzeugend einfach gehalten

Auch musikalisch kann „Prisoners“ durchaus überzeugen. Komponist Johann Johannsson kreiert für „Prisoners“ einen überwältigenden Score. Während des Films wird man von düsterer und emotionaler musikalischer Untermalung gefesselt. Die Musik variiert von Szene zu Szene und wird teilweise dezent eingesetzt, teilweise in den Vordergrund gestellt. In manchen Szenen spiegelt der Score perfekt die Ängste, Gefühle und die Hoffnung einzelner Charaktere wieder. Dabei arbeitet der Komponist viel mit dem Bild und schafft es so eine fesselnde Atmosphäre musikalisch perfekt zu untermalen. Außerordentlich komplexe und ausgefallene Musikwerke hätten in diesem Film auch nichts zu suchen. Außerdem ist immer ein grundlegendes Hauptthema in „Prisoners“ zu erkennen.

Wertung: 4/5 Sternen

 

Nachbearbeitung – Der goldene Schnitt

Da der Film bis jetzt in ganzer Linie überzeugen konnte, ist es auch kein Wunder, dass auch die Nachbearbeitung gut funktioniert. Vor allem der Schnitt ist fantastisch. Als Zuschauer wird man durch die Macht des Schnittes von der Handlung her lange im Dunkeln gelassen, auch wenn man beim zweitmaligen Sehen kleine Hinweise bezüglich der Handlung gezeigt bekommt. Der Schnitt setzt das Augenmerk immer gezielt auf den Hauptprotagonisten und den scheinbaren Hauptantagonisten. Zudem ist das Bild in „Prisoners“ unglaublich stark anzusehen und passt gut zu der düsteren Atmosphäre des Filmes. Auch hier wird man als Zuschauer nicht enttäuscht sein.

Wertung: 5/5 Sternen

 

Fazit – Ein absolutes Muss

Denis Villeneuve schafft es mit „Prisoners“ einen der besten Thriller der letzten Jahre zu liefern. Es ist ein Film der Spannung, Drama, eine großartige Wendung und fantastische Schauspieler zusammenführt. Nicht nur für Thriller-Fans, sondern generell für alle Interessenten ein absolutes Muss.

Wertung: 5/5 Sternen

Wertungsdetails

Gesamt: 5.0

Wertungen

"Prisoners" ist bisher von 1 Usern bewertet worden. Dabei haben sie im Schnitt 5.0 von 5 Sternen vergeben.

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