Iron Man 3 | Film-Freak

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Iron Man 3

Startdatum
Regie
Schauspieler
Genre
Film-Freak
User
30. April 2013 - 2 Std. 20 Min.
4.0

Inhaltsangabe

Nach den Ereignissen von New York leidet Tony Stark an einer Art posttraumatischer Störung. Wie aus dem Nichts taucht nun der Terrorist Mandarin auf und erschüttert die USA mit Drohungen und Anschlägen. Schon bald wird dies zu Tonys ganz persönlicher Angelegenheit. Um den Mandarin aufzuhalten, kann er sich dabei aber nur auf seinen Einfallsreichtum und seine guten Instinkte verlassen.

Details

Iron Man 3
Marvel Studios
Afghanistan, USA
03. Mai 2013
200.000.000 US-$
1.215.439.994 US-$
Lies hier warum:
Film-Freak vergibt für "Iron Man 3" 4.0 von 5 Sternen!
4.0 Sterne

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Kritik

Nur ein Jahr nach „Marvel’s The Avengers“ kam „Iron Man 3“ in die Kinos und läutete Phase 2 des Marvel Cinematic Universe ein. Mit dem spektakulären Box Office hätte dabei niemand gerechnet, doch der Erfolg kommt hier nicht von irgendwo.

 

Schauspieler – Phänomenal

Hauptsächlich liegt der Erfolg sicherlich wieder bei Hauptdarsteller Robert Downey Jr.. Zu dieser Wahl kann man Marvel wirklich auch heute noch einmal gratulieren. Einmal mehr spielt er sich dabei die Seele aus dem Leib und zeigt vollen Körpereinsatz. Das ging sogar so weit, dass es am Set zu einem Unfall kam, bei dem sich Downey am Knöchel verletzte. Er fiel daraufhin für einige Tage aus und brachte den Drehplan damit ziemlich ins Stocken. Nicht nur Gwyneth Paltrow, auch Don Cheadle und Jon Favreau bekommen hier erfreulicherweise deutlich mehr zu tun als zuvor. Die Neckereien zwischen Tony und Rhodey sind wieder besonders amüsant, besonders wenn der sein Passwort verrät. Besonders toll ist auch der Einbau von Tonys Kurzzeit Sidekick Harley, der hier von Jungspund Ty Simpkins verkörpert wird. Das Zusammenspiel der beiden ist absolut charmant und bei der Abschiedsszene darf Tony noch mal sein wahres Ich zeigen. Mit Rebecca Hall als Dr. Maya Hansen ist außerdem noch ein weiterer gelungener Neuzugang zu vermelden.

Das Bösewicht Duo besteht hier aus Ben Kingsley und Guy Pearce. Pearce stellt die Wandlung vom langhaarigen Nerd zum skrupellosen Unternehmer sehr überzeugend dar, auch wenn man aus seiner Rolle noch mehr hätte rausholen können. Doch das Hauptaugenmerk liegt hier doch sowieso bei Kingsley. Denn in den Comics ist der Mandarin der Hauptbösewicht des Eisenmannes, so waren Fans natürlich besonders aufgeregt. Man kann Marvel ja viel vorwerfen, aber Mut haben sie auf jeden Fall. Denn was „Iron Man 3“ aus der Figur macht, ist für Comicfans gelinde gesagt, einfach nur respektlos. Doch allein Dank Kingsleys exzellenter Darstellung funktioniert diese Interpretation dann doch erstaunlich gut.

Wertung: 4,5/5 Sternen

 

 

Story – Rückschritt ein Fortschritt

In Hollywood gilt bei Fortsetzungen meist: Größer, teurer, spektakulärer. Doch wie könnte man einen Film wie „Marvel’s The Avengers“ mit einer Fülle an Superhelden überhaupt noch toppen? Und wie kann man sich nach einem riesigen Abenteuer mit 6 Superhelden einfach wieder schlicht auf einen fokussieren und ein Szenario entwickeln, dem auch nur einer alleine gewachsen wäre? Wie könnte ein Rückschritt also ein Fortschritt sein? Gerade hier überrascht „Iron Man 3“. Denn besonders die Rückbesinnung auf Tony Starks Charakter selbst ist der größte Pluspunkt des Films. Die Geschichte wurde komplett auf ihn zugeschnitten, verwunderlich mit welcher Leichtigkeit sich Marvel hier vom Avengers-Film löst.

In der Story wurden außerdem noch überraschende Themen eingebaut. Tonys Panik-Attacken, Menschen die sich aufgrund fehlender Gliedmaßen Experimenten unterziehen oder die relativ realitätsnahe Terrorismus-Darstellung sind nicht gerade Dinge, die man in einem üblichen Superheldenfilm erwarten würde. Doch genau solche Dinge sind der Grund, warum sich Comicfilme heute noch so gut halten, eben weil sie auf den ersten Blick nicht als solche zu erkennen sind.

So toll die gewagte Wendung um den Mandarin hier auch gelang, so ganz konnte Marvel dies letztendlich doch nicht stehen lassen. Darum widmete man diesem Thema den jüngsten Marvel One-Shot „Der Mandarin“, bei dem Trevor Slattery im Knast von einem Journalisten interviewt wird, der sich wenig später als echtes Mitglied der zehn Ringe entpuppt. Trevor wird daraufhin angedroht, zum echten Mandarin gebracht zu werden. In der Abschlussszene des Kurzfilms taucht dann übrigens auch noch Sam Rockwell als Justin Hammer auf. Wäre schön, wenn Marvel diese Geschichte irgendwann weiter vertiefen würde.

Wertung: 4/5 Sternen

 

Regie – Newcomer Shane Black überzeugt auf ganzer Linie

Als Regisseur wurde hier Jon Favreau von Shane Black abgelöst. Dieser gehörte einst zu einem der bestbezahltesten Drehbuchautoren. So verfasste er schon die Drehbücher für die „Lethal Weapon“ Reihe, „Last Boy Scout“ oder „Last Action Hero„. Regie führte er allerdings erst einmal, nämlich bei „Kiss Kiss, Bang Bang“ (2005), ebenfalls mit Robert Downey Jr.. Sicherlich auch ein Grund, warum er hier für den Regieposten ausgewählt wurde. Zusammen mit Drew Pearce schrieb Black auch noch das Drehbuch.

Black überzeugt in allen Bereichen, sein Film besitzt Herz, außerdem verdanken wir ihm viele tolle, unvergessliche Szenen. Zudem rundet er das Ganze noch durch ein ganz interessantes Voice-Over ab, welches ganz am Ende mit einem wirklich witzigen Auftritt von Bruce Banner aufgelöst werden.

Wertung: 5/5 Sternen

 

Filmmusik – Fantastisch

Die musikalische Untermalung traute man erstmalig Brian Tyler an, eine überaus gelungene Wahl. Ihm gelingt es, jede Szene passend zu untermalen und liefert somit einen wirklich tollen Soundtrack, der durchaus im Gedächtnis bleibt und beim Spannungsaufbau hilft.

Wertung: 5/5 Sternen

 

Nachbearbeitung – Perfekt

In Sachen Nachbearbeitung bewegt man sich auf dem absoluten Höhepunkt der Zeit. Gerade der Angriff auf Tonys Villa, wenn Iron Man Menschen im freien Fall einsammelt, oder der Kampf mit nur einem Fuß und einem Arm seines Anzugs sowie natürlich noch das gigantische Actionfinale sind einfach fantastisch inszeniert und stellen alles bisherige in den Schatten. Auch die Evolution bei Tony Anzügen ist wunderbar mit anzusehen. Nun fliegt der Anzug in Einzelteilen schon von selbst auf ihn zu, eine Steigerung ist da wohl nicht mehr möglich. Effektschmiede ILM hat hier wieder einmal einen fantastischen Job abgeliefert!

Wertung: 5/5 Sternen

 

Fazit – (Fast) Gleichauf mit Teil 1

Insgesamt ist Marvel mit „Iron Man 3“ ein wirklich stimmiger und interessanter Türöffner für Phase 2 ihres immer größer werdenden Filmuniversums gelungen. Erstmalig kommt ein Film ohne die Beteiligung von S.H.I.E.L.D. aus, auch sonst könnte er prima für sich alleine stehen. Insgesamt fühlt sich der Film aber wie ein großer Abschluss der „Iron Man“ Reihe an. Zu der Zeit sah Downeys Superheldenzukunft auch wirklich nicht gerade rosig aus. Weitere Solofilme wird es mit ihm nun vermutlich zwar nicht mehr geben, ansonsten wird er uns aber noch eine ganze Weile erhalten bleiben. So werden wir ihn neben den „Avengers“ Fortsetzungen auch noch in „The First Avenger: Civil War“ sehen. Doch selbst wenn dies sein letzter Auftritt gewesen wäre, eins hätte man ihm auch da schon nicht mehr nehmen können: Er ist Iron Man!

Wertungsdetails

Gesamt: 4.0

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