Hereditary | Film-Freak

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Plakat zu "Hereditary" © 2018 PalmStar Media

Hereditary

Startdatum
Regie
Schauspieler
Genre
Film-Freak
User
14. Juni 2018 - 2 Std. 7 Min.
4.5

Inhaltsangabe

Annie verliert ihre demente Mutter, mit der sie Zeit ihres Lebens viele Schwierigkeiten hatte. Ihre Trauer verarbeitet Annie in ihren Miniaturen. Während das Leben für sie und ihre Familie weitergeht, beginnt die jüngste Tochter sich seltsam zu verhalten und Annies Sohn Peter erlebt übernatürliche Phänomene. Bald eskalieren die Geschehnisse, und Annies Familie, die seit Generationen von Tragödien verfolgt wird, sieht sich einem unsichtbaren Feind gegenüber...

Details

Hereditary
PalmStar Media
USA
04. Juni 2018
Lies hier warum:
Film-Freak vergibt für "Hereditary" 4.5 von 5 Sternen!
4.5 Sterne

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Kritik

($Hereditary$) verfolgt die Tragödie einer Familie, die mehrere Generationen befallen hat. Was zunächst wie ein Drama klingt, ist der neueste Horror-Streich von Ari Aster. Der Film wird gerne in einem Atemzug genannt mit ($It Follows$), ($Get out$) und ($A Quiet Place$). Was ($Hereditary$) mit diesen Horror-Lieblingen zu tun hat und ob es sich das Kinoticket lohnt, erfahrt ihr hier.

Schauspieler – Frischfleisch

DIe Hauptdarstellerin, Toni Collette, liefert eine solide Leistung als Familienmutter, die dem Zerfall in den Wahnsinn langsam näher kommt. Ein alter Bekannter ist Gabriel Byrne (($Stigmata$), ($Fräulein Smillas Gespür für Schnee$)). Erfreulich sind die beiden neuen Gesichter. Da wäre Alex Wolff, der als der älteste Sohn der Familie einige emotionale Tiefpunkte zu verschmerzen hat, und dies meisterlich spielt. Ebenso positiv fällt Milly Shapiro auf, die die geistig behinderte Tochter spielt.

Wertung: 5/5 Sternen

 

Story – Überzeit gut genutzt

Annie, Ehefrau und Mutter von zwei Kindern, hat gerade ihre eigene, stark demente Mutter verloren. Während der Trauerphase bereitet sie eine Ausstellung ihrer Miniaturen vor, in denen sie absurde bis erschreckende Szenen aus ihrem Leben darstellt. Während dessen geht das Leben für die Familie weiter. Der älteste Sohn ist auf dem Weg ins Erwachsenenleben. Die dreizehnjährige, geistig behinderte Tochter jedoch scheint Omas Tod nicht so gut verschmerzen zu können und beginnt, sich seltsam zu verhalten. Nach einer langen, beklemmenden und trotzdem interessant gestalteten Vorlaufzeit eskaliert es – und zwar alles. Tod, Trauma, Verzweiflung und Wahnsinn zerrütten die Familie. Mehr kann dazu nicht gesagt werden, um Spoiler zu vermeiden. Tatsache ist, dass die Story nicht für Zartbesaitete geeignet ist.

Wertung: 5/5 Sternen

 

Regie  – Die Sache mit den Miniaturen

Miniaturen sind Annies Job und ihre Therapie. Für den Film selbst erfüllen die Einstellungen auf die Miniaturen mehrere, clevere Funktionen: Sie sind Rückblicke, Vorhersagen und Schocker. Sie stellen den langsam verfallenden psychischen Zustand der Protagonistin dar. Weiterhin werden mit den kleinen Figuren in engen Zimmerchen mit niedrigen Decken Beklemmung erzeugt. Symbolisch stehen die Konstruktionen dafür, dass die Familienmitglieder am Ende nur Schachfiguren in einem größeren Plan waren. Auf sowas muss man erst mal kommen.

Wertung: 5/5

 

Musik  – Direkt aus der Hölle

Der Soundtrack des Films verspricht genau das, was der Familie droht: Verderben. Mit modernen Tönen und ungewöhnlichen Klängen schafft es Hereditary, eine andersartige und bedrohliche Welt zu erschaffen, die uns auf das Grauen, das uns hier präsentiert wird, vorbereiten. Wer seine Musik lieber klassisch instrumental mag, muss hier ein bisschen Offen sein für Neues, dafür kommen diejenigen mit einem Faible für experiemtelle Klänge eher auf ihre Kosten. Was fremdartig klingt, soll aber auch genau das sein. Ehrlich gesagt, ist der Soundtrack ohne Film schon ziemlich gruselig.

Wertung: 5/5

 

Nachbearbeitung  –  Nur ein Punkt Abzug

Gleich in der ersten Szene zeigen uns die Jungs und Mädels aus der Nachproduktion, was sie draufhaben, durch einen makellosen Übergang von einer Miniaturszene ins richtige Studio. Ähnliche, perfekt abgestimmte Schnitte ziehen sich durch den ganzen Film. Insgesamt beeindruckt der Film jedoch durch die Einstellungen, die Story und die Schauspieler. Die Effekte stehen im Dienste der Geschichte.

Wertung: 4/5

 

Fazit  – Must-See für Horrorfans

Wer auf Horror steht und sich wegen fehlender Innovation langweilt, hat kein Argument, diesen Film auszulassen. Jedoch sollte man schon mal die Nummer eines Therapeuten in der Tasche haben, wenn man diesen Film sieht. Hereditary ist sicherlich jetzt schon ein absoluter Klassiker.

Wertungsdetails

Gesamt: 4.5

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"Hereditary" ist bisher von 0 Usern bewertet worden. Dabei haben sie im Schnitt 0.0 von 5 Sternen vergeben.

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