Colossal | Film-Freak

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Plakat zu "Colossal" © 2017 Brightlight Pictures

Colossal

Startdatum
Regie
Schauspieler
Genre
Film-Freak
User
01. Dezember 2017 (Auf DVD) - 1 Std. 50 Min.
3.5

Inhaltsangabe

Details

Colossal
Brightlight Pictures, Sayaka Producciones Audiovisuales, Route One Entertainment, Toy Fight Productions, Neon
Kanada, Spanien
06. April 2017
01. Dezember 2017
3.021.345 US-$
Lies hier warum:
Film-Freak vergibt für "Colossal" 3.5 von 5 Sternen!
3.5 Sterne

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Kritik

Gloria ist im Nachtleben New Yorks zu Hause. Doch als ihr Leben den Bach runter geht, stellt sie fest, dass sie mit einem riesigen Monster, das in der Hauptstadt Südkoreas wütet, verbunden ist und seine Bewegungen beeinflusst. Was wie ein aberwitziger Blockbuster klingt, ist allerdings sehr viel tiefgreifender, als es zunächst den Anschein hat.

 

Schauspieler –  Frische Gesichter um die Oscar-Ikone

Wer kennt nicht die Frau, die für ihre emotionsgeladene Darbietung in „Les Miserables“ den Oscar gewonnen hat. Im Vergleich zu ihrer Paraderolle ist Hathaway mit der Rolle der Gloria sicher nicht maximal herausgefordert, überzeugt aber natürlich trotzdem oder gerade deswegen. Dabei balanciert sie gekonnt zwischen dem komischen und dem dramatischen Aspekt der Rolle. Um sie herum spielen zumindest hierzulande weniger bekannte Darsteller. Die unverbrauchten Gesichter geben dem Film jedoch die Möglichkeit, sich von anderen Hollywood-Filmen abzuheben, zumal Hathaways Kollegen, darunter vor allem Jason Sudeikis, ihre von Gegensätzen erfüllten Rollen gekonnt inszenieren.

Wertung: 4/5

 

Story –  Es geht gar nicht um den Elefanten im Raum

Gloria (Anne Hathaway) hat ihren Job und ihre Beziehung verloren und zieht von New York zurück in ihre ländliche Heimat. Dort trifft sie auf einen alten Freund, Oscar (Jason Sudeikis), der ihr unter die Arme greift. Plötzlich erscheint auf der anderen Seite der Welt, in Seoul, ein riesiges Monster, dass die Stadt verwüstet. Alles ändert sich, als Gloria herausfindet, dass sie das Monster ist! Was nach einer abgefahrenen Komödie klingt, ist doch in Wahrheit eine Studie menschlicher Abgründe. Sowohl Gloria als auch Oscar trinken zu viel, und immer wieder mischt sich Glorias kontrollierender Exfreund ein. Dann kommen Erinnerungen aus der Schulzeit der beiden Freunde hoch, die die Wahrheit ans Licht bringen. Das Monster scheint dabei eine viel weitergehende, symbolische Bedeutung zu haben, die man am Besten für sich selber herausfindet.

Wertung: 5/5

 

Regie – Von Horror nach Hollywood

Nacho Vigalondo, der unter anderem an „V/H/S Viral“ beteiligt war, begann seine Karriere auf dem Regiestuhl mit Kurzfilmen. Preise und Nominierungen zieren seinen Weg. Der Film hat nur wenige spannungsmäßige Durchhänger, die schnell durchbrochen werden. Ausgewählte Einstellungen fallen aus dem Rahmen, aber auf positive Art, durch ungewöhnliche Blickführung oder die clevere Positionierung der Darsteller. Die Erinnerungssequenzen von Gloria sind stilistisch vollkommen anders, fügen sich aber sehr gut in den Fluss ein.

Wertung: 4/5

 

Nachbearbeitung  –  Absicht oder kleines Budget?

Das Monster, das mit Gloria verbunden ist, ist nur für kurze Zeit im Film wirklich sichtbar. In diesen Sequenzen gibt es auch nichts zu meckern  –  die Animation wirkt echt, das Monster überzeugt mit seiner groben, schuppigen Haut und seinem trotzdem liebenswerten Gesichtsausdruck. Doch bis man dahin kommt, muss man wirklich langen warten, denn in der restlichen Zeit ist das Monster nur auf kleinen Bildschirmen oder durch Schatten und Wolken verdunkelt sichtbar. Nun ist ein Monster, das man nicht ganz sehen kann, angsteinflößender als ein hell erleuchtetes, und wenn es als Symbol zu sehen ist, mach diese Verhüllung auch Sinn, doch lässt den Zuschauer der Gedanken nicht los, dass es auch eine Frage des Budgets gewesen sein könnte.

Wertung: 3/5

 

Filmmusik  –  Wohl gewählte Stille

Die musikalische Untermalung ist abwechslungsreich. Die Stücke bringen die Erzählung der Geschichte voran, indem sie in die Orte und Situationen einführen. An actionreichen oder dramatischen Stellen setzt Vigalondo klassische Musik ein. Insgesamt herrscht jedoch viel Stille, ohne dass dies stört oder gar auffällt.

Wertung: 3/5

 

Fazit

Der Film wirbt mit dem Aufhänger der Komödie, entwickelt sich aber in eine psychologische Betrachtung seelischer Probleme und beschreibt die Reifung eines Charakters unter schwierigen Umständen. Wer diese Gegensätze aushält und ein Werk sucht, das sich nicht an Hollywood-Konventionen hält, ist mit „Colossal“ gut beraten.

Wertungsdetails

Gesamt: 3.5

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"Colossal" ist bisher von 0 Usern bewertet worden. Dabei haben sie im Schnitt 0.0 von 5 Sternen vergeben.

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