Arrival | Film-Freak

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Plakat zu "Arrival" © 2016 21 Laps Entertainment

Arrival

Startdatum
Regie
Schauspieler
Genre
Film-Freak
User
Noch ohne Termin
2.5

Inhaltsangabe

Überall auf der Welt landen plötzlich Raumschiffe. Die US-Regierung rekrutiert daraufhin Linguistik-Professorin Louise Banks um in Erfahrung zu bringen, ob die Aliens in Frieden kommen oder für die Menschheit eine Bedrohung darstellen. Zusammen mit dem Mathematiker Ian Donnelly gelingt es ihr tatsächlich mit den Aliens zu kommunizieren. Gemeinsam müssen sie nun das große Geheimnis um den wahren Zweck des außerirdischen Besuchs aufdecken

Details

Arrival
21 Laps Entertainment, Lava Bear Films
USA
11. November 2016
50.000.000 US-$
Lies hier warum:
Film-Freak vergibt für "Arrival" 2.5 von 5 Sternen!
2.5 Sterne

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Kritik

Es muss ja nicht immer wie in „Independence Day“ zugehen. Manche Landungen von Alien-Raumflotten auf der Erde kommen auch ganz ohne Städtezerstörungen, Massenpaniken und Gegenangriffen der Menschen aus. Fragt sich nur, was ein „Arrival“ stattdessen auf der großen Leinwand zu bieten hat.

 

Schauspieler – Zwischen besorgt und verwundert

Das äußerst fähige Trio von Hauptakteuren bestehend aus Amy Adams, Jeremy „Hawkeye” Renner und Forest Whitaker bleibt bedauerlicherweise unterfordert, weil es keine allzu große Palette an Emotionen darbieten darf. So können diese angesehenen Charakterdarsteller nur einen winzigen Ausschnitt ihrer Bandbreite abrufen, auch wenn dies für diese Art von Film noch immer mehr als ausreichend ist. Allzu große Gefühlsausbrüche bleiben also aus. Alle anderen handelnden Personen sind militärische Befehlsempfänger oder im Hintergrund rumwuselnde Forscher in weißen Kitteln und zeigen grundsätzlich keine Emotionen oder besitzen so etwas wie Tiefe. Das war aber auch nicht zu erwarten, denn in diesem Genre wird es seit Jahrzehnten nicht anders gehandhabt.

Wertung 2/5 Sterne

 

Story – Kommunikation statt Konfrontation

Unter diesem Gesichtspunkt erweist sich das glorreiche erste Aufeinandertreffen als etwas schwach auf der Brust. Das mag daran liegen, dass nur eine Kurzgeschichte als Vorlage diente, die eben nicht genug Stoff hergibt für ein knapp zweistündiges Epos im Kino. Da hätte schon mehr Inhalt reingepackt werden müssen. Da obendrein kein echter Konflikt mit den Außerirdischen besteht und die Menschen sich höchstens untereinander gelegentlich uneinig sind, fehlt es auch an echten Spannungen. Da können die Kalmare aus dem Weltraum mit ihren Greifarmen noch so viele hübsche Rauchkringel in die Luft projizieren, es kommen dadurch kein Nervenkitzel und keine Suspense zustande. Das bisschen Staunen über die intergalaktische Malstunde und deren Ästhetik sind nicht abendfüllend. Hinzu kommt, dass der Betrachter um viele potentielle Highlights geprellt wird: So wird zu Beginn etwa nicht die Ankunft der Raumschiffe gezeigt sondern nur die verstörten Reaktionen darauf und auch die nur ganz kurz. Ähm, wie lautet die deutsche Übersetzung des Titels gleich nochmal? Ja, eben!

Wertung 1½/5 Sterne

 

Regie – Zu viele ergebnislose „Gespräche“

Der Frankokanadier Denis Villeneuve drehte bereits diverse von den Kritikern hochgelobte Werke und auch sein „Arrival“ wird bereits überwiegend gepriesen. Das ändert aber alles nichts daran, dass diese Alien-Ankunft, von einer Invasion kann ja gar keine Rede sein, sich ganz erheblich zieht – und das selbst für einen Beitrag mit einem höheren intellektuellen Anspruch und weniger Augenmerk auf Action. Die Trailer ließen den Film wesentlich kompakter aussehen als er es in Wahrheit ist. Und dies ist sicher nicht nur der bereits analysierten dünnen Story zuzuschreiben sondern auch die Schuld des Regisseurs. Villeneuve scheint nämlich dermaßen Gefallen an den langsam vor sich hin watschelnden siebenbeinigen Besuchern aus dem All gefunden bzw. sich regelrecht in diese geheimnisvollen Wesen verliebt zu haben, dass er andauernd seine Hauptdarsteller zu ihnen zum erfolglosen Kommunizieren schickt. Seine Regie ist stylish und an sich makellos, doch sie treibt die ganze Angelegenheit viel zu selten voran, lässt stattdessen alles in einem zähen, kryptischen Ratespiel versumpfen. Trotzdem scheinen die Studios viel von dem Mann zu halten und so darf der als Nächstes das langersehnte Sequel zum Science Fiction Klassiker „Blade Runner“ realisieren.

Wertung 2½/5 Sterne

 

Filmmusik – Töne wie aus einer anderen Welt

Was der isländische Komponist und Keyboarder Jóhann Jóhannsson, der schon die Musik zu Villeneuves „Prisoners“ und „Sicario“ schrieb, da geschaffen hat, ist beileibe nicht das typische Blockbuster-Klangeinerlei. Allein dafür gebührt dem Mann schon Anerkennung. Vielseitig und stellenweise fast experimentell gibt sich dieser Score. In den ruhigeren Momenten etwa sind schwermütige Streichinstrumente zu hören, die an Kammermusik erinnern. Doch während der Szenen mit den Aliens und ihren düsteren Flugvehikeln sind einprägsame Geräusche die ständigen Begleiter, die – je nach Tonlage – mal einem dumpfen Röhren oder Walgesängen ähneln und in jedem Fall durch Mark und Bein gehen. In wieder anderen Passagen sind aufgeregt vor sich hin blubbernde Stimmen mit Sprachfetzen zu vernehmen. Echt mal etwas Anderes, das am liebsten hinterher gleich noch einmal in aller Ruhe genossen werden will.

Wertung 4/5 Sterne

 

Nachbearbeitung – Schluss mit dem Trübsinn!

Die beiden Stilmittel der reduzierten, ausgewaschenen Farben und der massiven Farbfilter (hier: Blau) sind so dermaßen abgenutzt. Wer will das denn noch sehen? In vielen Szenen herrscht mal wieder eine absolute Grau-in-Grau-Tristesse und nur die grell orangenen Schutzanzüge der Wissenschaftler stechen hervor und schenken dem Auge zumindest ein wenig Abwechslung. Es wäre wünschenswert, dass Hollywood endlich einmal auf andere visuelle Mittel setzen würde. Ansonsten ist das relativ moderate Budget von  47 Millionen US-Dollar nicht so schlecht angelegt worden. Explosionen und einstürzende Gebäude oder Sehenswürdigkeiten gibt es ja keine, aber dafür schauen die säulenförmigen dunklen Raumschiffe nicht übel aus und haben etwas Unheimliches. Gleiches gilt für ihre gespenstische Besatzung mit ihren vielen Armen, mit denen sie Staubpartikel zu frei schwebenden kreisförmigen Symbolen formiert. Allerdings wiederholen sich diese paar Trickeffekte andauernd, so dass schnell ein Gefühl des Sattsehens entsteht.

Wertung 2½/5 Sterne

 

Fazit – Umständliche Begegnung der dritten Art

Arrival“ ist mit Sicherheit nicht das, was sich mancher Kinobesucher erhofft hat, und stellt sich leider auch längst nicht immer als das dar, was er gerne wäre, nämlich wirklich intelligentes und tiefgründiges Sci-Fi-Kino. In jedem Fall fährt er die Esoterik-Schiene und fällt in eine ähnliche Kategorie wie Machwerke wie „Sphere“ oder „Contact„, die auch mit ihren selbstgesteckten Zielen ihre liebe Not haben und den Zuschauer erst ködern, aber dann nicht so recht bedienen. Für alle, die gerne komplett auf jegliche Knallerei verzichten können, ist der etwas träge intergalaktische Erstkontakt mit Verständnisschwierigkeiten – und zwar gleich in mehrerlei Hinsicht – durchaus eine Chance wert.

Wertung 2½/5 Sterne

 

 

Wertungsdetails

Gesamt: 2.5

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