American Honey | Film-Freak

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Plakat zu "American Honey" © 2018 Film-Freak

American Honey

Startdatum
Regie
Schauspieler
Genre
Film-Freak
User
13. Oktober 2016 - 2 Std. 43 Min.
3.5

Inhaltsangabe

Star wächst in einer ärmlichen Familie in Amerika auf, wo sich ihr nicht viele Chancen auf ein gutes Leben bieten. Das ändert sich, als sie dem charismatischen Jake und seiner Crew begegnet. Sie bieten Star einen Job an bei dem sie Magazine verkauft, doch Star merkt recht schnell, dass es in der Gruppe eher um's Party machen geht.

Details

American Honey
British Film Institute (BFI), Film4, Maven Pictures
Großbritannien, USA
30. September 2016
Lies hier warum:
Film-Freak vergibt für "American Honey" 3.5 von 5 Sternen!
3.5 Sterne

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Kritik

Oscar Preisträgerin Andrea Arnold bringt uns einen neuen Film auf die große Leinwand. In „American Honey“ zeigt sie uns eine etwas andere Coming of Age-Geschichte. Sie erschafft ein Porträt der jugendliche Unterschicht Amerikas, in dem es um Kriminalität und Ausweglosigkeit, aber auch Loyalität, Freundschaft und Liebe geht. Ob es sich lohnt diesen Film anzusehen, erfährst du nun in unserer Kritik.

 

Schauspieler – Authentizität

Bei dem Casting zu „American Honey“ wurden vor allem Jugendliche ohne Schauspiel-Erfahrung gesucht. Die Darsteller sollten so authentisch wie möglich wirken, was ihnen auch gut gelingt. Sasha Lane stellt die Protagonistin Star dar. Auch sie hatte zuvor keine Erfahrung als Schauspielerin, was man jedoch nicht anhand ihrer Performance bemerken würde. Sie stellt ihren durchaus ambivalente und kantigen Charakter sehr gut dar und bietet dem Zuschauer eine Möglichkeit zur Identifizierung. Besonders gut spielt sie in den Szenen, die sie mit Shia LaBeouf hat. Der wiederum ist das eigentliche Glanzstück des Casts und dominiert jede Szene, die er hat. Er präsentiert uns seine Figure Jake als jemanden der gleichzeitig unheimlich charismatisch und sympathisch ist, aber auch als jemanden dem man nie voll und ganz vertrauen kann. Auch der restliche Cast an unerfahrenen jugendlichen Darstellern funktioniert gut, wobei niemand wirklich heraussticht.

Wertung: 4/5 Sternen

 

Story – Road Movie

Die Handlung von „American Honey“ erinnert an die vieler anderer Road Movies. Im Grunde genommen, begleiten wir die Zuschauer nur unsere Charaktere wie sie durch die USA fahren und ihrem Leben nachgeben. Was dem Film hier recht gut gelingt ist die Darstellung der amerikanischen Unterschicht, sowie die soziale Ungerechtigkeit, die von vielen Teilen der Bevölkerung gespielt wird. Die einzigen Figuren welche wirklich gut entwickelt werden sind Star und Jake. Andere Mitglieder ihrer Crew haben zwar auch leicht zu unterscheidende Persönlichkeiten, doch das Interesse für sie ist gering. Grundsätzlich muss man derartige Filme, die sich vor allem mit alltäglichen Dingen auseinandersetzen mögen, um die Handlung zu akzeptieren. Doch selbst wenn man derartige Filme mag kann die Handlung von „American Honey“ nicht über die ganze Länge überzeugen. Das liegt zum einen an der extrem langsamen und teilweise rückfällig werdenden Entwicklung unserer Protagonisten und zum anderen daran, dass es kein Gefühl eines Höhepunkts gibt. Selbst in extrem ruhigen, ähnlich konzipierten Filme wie „Before Sunrise“ findet man einen deutlichen Höhepunkt des Geschehens. Da Andrea Arnold uns das hier allerdings nicht bietet, geht man doch recht unzufrieden aus dem Kino, denn das Erlebnis fühlte sich einfach nicht rund an.

Wertung: 3/5 Sternen

 

Regie – Solide

Andrea Arnold liefert hier eine gute Regiearbeit ab, die dennoch ihre Probleme mit sich bringt. Einerseits schafft sie es tolle Bilder auf die Leinwand zu bringen und sowohl die Schauspieler, als auch die Musik stimmig zu inszenieren. Man kann mit „American Honey“ wirklich lange Spaß haben, vorausgesetzt man hat nichts gegen Road Movies. Doch leider gibt es einige Probleme die man an dieser Stelle nennen muss. Das größte ist tatsächlich die Laufzeit des Films, denn er ist schlicht und einfach viel zu lang. Es gibt absolut keinen Grund, warum dieser Film länger als 2 Stunden dauern sollte. Außerdem hat der Film wie bereits angesprochen narrative Probleme und auch einige der Szenenübergänge hätten wesentlich flüssiger seien können. Es ist zwar dennoch respektabel, dass Arnold hier ein recht objektives Werk über in wichtiges Thema ins Kino bringt, doch der Film hätte leicht noch besser seien können.

Wertung: 3,5/5 Sternen

 

Filmmusik – Gut ausgewählt

Einen Komponisten hatte dieser Film nicht, doch das ist auch nicht nötig. Der Soundtrack zu „American Honey“ besteht komplett aus Songs, die die Charaktere in ihrem Auto anhören. Das meiste davon ist aktueller Hip Hop, was perfekt zu dem Verhalten der Crew passt. Doch auch ein paar nette Popsongs erhalten Einzug in den Film. Die Musik spielt hier tatsächlich eine große Rolle, da sich viele der Figuren über besagte Musik definieren und weil diese auch dem Film eine einzigartige Atmosphäre gibt. Euer Rezensent ist zwar persönlich nicht der größte Fan solcher Musik, doch insgesamt war der hinterlassene Eindruck positiv.

Wertung: 4/5 Sternen

 

Nachbearbeitung – Stilvoll

Obwohl die Nachbearbeitung nicht besonders auffällt, ist der Film schön ruhig geschnitten und hat einige tolle Aufnahmen zu bieten. Vor allem einige Szenen bei ein paar Ölfeldern und die finale Szene bei einem See bleiben visuell im Gedächtnis.

Wertung: 4/5 Sternen

 

Fazit – Für den gepflegten Müßiggang

Wer sich für das Thema der Armut in Amerika interessiert und keine Probleme damit hat einfach mal eine Gruppe von Charakteren bei ihrem alltäglichen Leben zu begleiten, dem kann man diesen Film klar empfehlen. Wer jedoch nicht das Sitzfleisch für so etwas hat, sollte Zuhause bleiben.

Wertungsdetails

Gesamt: 3.5

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"American Honey" ist bisher von 0 Usern bewertet worden. Dabei haben sie im Schnitt 0.0 von 5 Sternen vergeben.

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